Samstag, 30. März 2019

B 274 – Vorankündigung - Vollsperrung der Ortsdurchfahrt St. Goarshausen

Die B 274 innerhalb von St. Goarshausen – Nastätter Straße – wird im April 2019 umfangreich saniert.

Die Sanierungsarbeiten hierzu werden ab dem 12.04.2019 beginnen und finden unter Vollsperrung der B 274 statt. Die Sanierungsarbeiten werden in zwei Bauabschnitten erfolgen, so dass die Andienung des REWE-Lebensmittelmarkt jeweils von einer Seite aus gewährleistet werden kann.

Der erste Bauabschnitt findet zwischen der Bundesstraße B 42 - Wellmicher Straße - und der Kreisstraße K 85 in Richtung Nochern statt. Die Andienung des REWE-Lebensmittelmarkt erfolgt hier über den Bahnübergang aus Richtung St. Goarshausen kommend. Während des ersten Bauabschnittes muss die Zuwegung zu den Parkplätzen "Heinrich-Heine-Straße" etc. mit gesperrt werden.

Der erste Bauabschnitt soll demnach vom 12. April 2019 bis 20. April 2019 saniert werden.

Der zweite Bauabschnitt findet zwischen der Zufahrt REWE-Lebensmittelmarkt und Ortsausgang in Richtung Bogel statt. Die Andienung des REWE-Lebensmittelmarkt erfolgt hier wie gewohnt aus Richtung St. Goarshausen kommend, über die Zufahrt zum REWE-Markt.

Der zweite Bauabschnitt soll demnach vom 23. April 2019 bis 30. April 2019 saniert werden.

Die Andienung des REWE-Getränkemarktes kann während dem ersten Bauabschnitt nur über die K 85 aus Richtung Nochern kommend und über die B 274 aus Richtung Bogel kommend angefahren werden. Während dem zweiten Bauabschnitt ist eine Andienung des REWE-Getränkemarktes bautechnisch leider nicht gewährleistet.

Der LBM Diez bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger für die während der Sanierungsarbeiten auftretenden Behinderungen um Verständnis.

LBM

Freitag, 29. März 2019

Fridays for future - act now!

"Warum für eine Zukunft lernen, die es so wahrscheinlich nie geben wird?“ [Greta Thunberg]

Warum streiken? Weil uns die Zeit davon läuft.

Der Klimawandel ist bereits in vielen Teilen der Welt deutlich zu spüren und stellt eine reale Bedrohung für unser aller Zukunft dar. Wir sind die letzte Generation, die noch die Möglichkeit hat, die Folgen der Klimakrise abzuschwächen. Die Treibhausgasemissionen steigen seit Jahren an und wir überziehen unser Ressourcenkonto. Das ist untragbar! Deshalb gehen wir freitags nicht zur Schule oder zur Uni. Wir streiken, bis die Politik handelt!

Unsere Forderungen? Unsere Regierung muss JETZT handeln! Gerade in Bereichen wie Landwirtschaft, Ernährung, Energieerzeugung und Mobilität muss sich etwas tun. Aktuell tagt die Verkehrskommission. Wir fordern die #Verkehrswende! Die Einhaltung der Klimaziele und des 1,5 Grad-Ziels müssen hierbei absolute Priorität haben! Wir setzen auf den ÖPNV, nicht auf die Automobilindustrie! Die Regierung darf unsere Zukunft nicht weiter aufs Spiel setzen!

Sei dabei! Schließ dich uns an und streike für das Klima! Setze mit uns gemeinsam ein Zeichen für eine nachhaltige Klimapolitik und zeige allen, dass wir jetzt handeln müssen!

Spende für uns! Du streikst selber nicht mit, aber möchtest uns unterstützen? Durch eine Spende hilfst du uns, uns in Zukunft noch unabhängiger organisieren zu können! Die Höhe oder die Regelmäßigkeit deiner Spende spielt keine Rolle. Wir können jede Unterstützung gebrauchen! Mehr Informationen und Zahlungsmethoden gibt es unter:www.fridaysforfuture.de/spenden

Aktuelle Streiktermine »

Mittwoch, 27. März 2019

Ende des Bahnlärms am Mittelrhein nicht in Sicht CDU und SPD im Verkehrsausschuss gegen Machbarkeitsstudie

Die FDP-Bundestagsfraktion hat einen Antrag eingebracht, um die Menschen im Mittelrheintal durch eine Alternativtrasse vom Bahnlärm zu entlasten. Zentrale Forderung ist die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing sprach im Parlament über die Lärmbelästigung durch die stark frequentierte Gütertrasse und die Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner. Nach Überweisung des Antrags in den Verkehrsausschuss wurde dieser mit den Stimmen von CDU und SPD abgelehnt, während die Grünen sich enthielten.

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Carina Konrad hat dafür kein Verständnis: „Im Grunde sind sich alle Fraktionen einig, dass die Menschen im Mittelrheintal endlich entlastet werden müssen. Unser Antrag wurde im Verkehrsausschuss von allen Seiten gelobt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass er allein deshalb abgelehnt wurde, weil er von der FDP initiiert war.“ Konrad kritisiert, dass sich die CDU vor Ort gerne als treibende Kraft inszeniere, „aber dann einknickt, wenn’s drauf ankommt“.

Die Aussage ihres Bundestagskollegen Peter Bleser (CDU), die Machbarkeitsstudie für die Alternativtrasse sei längst beschlossen, weist Carina Konrad (FDP) mit den Worten zurück: „Noch am 21. Februar haben alle Fraktionen im Landtag, auch die CDU, einstimmig für die Machbarkeitsstudie gestimmt. Wenn diese auf Bundesebene schon beschlossen gewesen wäre, hätte man sich das ja sparen können. Die Union nennt nicht ohne Grund keinen konkreten Starttermin, sondern will die Bürger nur bis zu den kommenden Wahlen ruhigstellen.“

Obwohl die Union seit rund zehn Jahren das Bundesverkehrsministerium führe, so Konrad, habe sie in all der Zeit beim Bahnlärm spürbar nichts erreicht: „Es nutzt halt nichts, wenn Herr Bleser immer nur Briefe schreibt.“ Auch die Rede des CDU-Staatssekretärs Enak Ferlemann im Bundestag kritisiert Konrad als arrogant: „Es wurde sehr deutlich, dass Herr Ferlemann die Sorgen der Bürger vor Ort nicht ernst nimmt. Ihm geht es allein um die Wirtschaftlichkeit einer Alternativtrasse. Auf die Gesundheitsproblematik und die Risiken, die von Gefahrgütertransporten durch das besiedelte Tal ausgehen, ist er überhaupt nicht eingegangen.“

Natürlich sei auch der FDP bewusst, dass eine Alternativtrasse ein langfristiges Projekt sei, konterte sie den Vorwurf Blesers: „Selbstverständlich setzen wir uns auch für kurz- und mittelfristige Lärmreduzierung durch bauliche Maßnahmen und für den Einsatz von Flüsterbremsen ein. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Ohne Machbarkeitsstudie wird aber auch keine effektive Verbesserung geben. Der Antrag der FDP war wohl nötig, um die Debatte wieder in Gang zu bringen. Wir müssen jetzt parteiübergreifend für die Interessen der Menschen vor Ort kämpfen und die parteipolitische Taktik beiseite lassen. Wir Freie Demokraten sind dazu bereit.“

PM Carina Konrad, MdB

Mittelrheinbrücke - laut Gutachten Landesbrücke

Zum heutigen Artikel in der Rhein-Zeitung "Die Mittelrheinbrücke sei im Koalitionsvertrag vereinbart."

Rhein Zeitung "Ablehnung hingegen von Bündnis 90/Die Grünen: „Wir sind gegen den Bau der festen Rheinquerung und werden uns nicht anschließen“, sagte Irmtraut Wahlers, musste sich allerdings von Monika Becker den Hinweis gefallen lassen, dass die Mittelrheinbrücke im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert sei."

Laut aktuellen Gutachten hat die Mittelrheinbrücke die Kategorie einer Landesstraße.

Gutachten Prof. Dr. jur. Willy Spannowsky »

Landesrechnungshof - Stellungnahme zur Einstufung der Mittelrheinbrücke bei St.Goar/St.Goarshausen »

Eine Landesbrücke ist nicht im Koalitionsvertrag vereinbart.

Im Koalitionsvertrag steht:

Mobilität im Mittelrheintal verbessern
Die Planung einer Mittelrheinbrücke als welterbeverträgliches, kommunales Verkehrsprojekt wird wieder aufgenommen. Diese Planung ist eingebunden in die Entwicklung eines regionalen Mobilitätskonzeptes.

Samstag, 23. März 2019

Mobilitätskonzepte für das Mittelrheintal - BUGA und Alltag

Prof. Dr. Heiner Monheim - Geschäftsführung raumkom - Institut für Raumentwicklung und Kommunikation Trier - Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft"

Sehr kritische und ausführliche Betrachtung der Mobilität im WOM. An dieser Stelle nur einige Punkte.

...

Ausgangslage Umwelt

  • Starke verkehrsbedingte Belastung durch Lärm und Luftschadstoffe (Straße, Schiene, Schifffahrt).
  • Wachsende Instabilität der Hänge durch Weinbergbrachen, Klimawandel und Starkregenereignisse.
  • Flächenprobleme durch Zersiedlung in den Gleithangbereichen.

...

Problem - Talorte und Höhenorte

  • Höhenorte meist ausgeblendet
  • ÖPNV-Verbindungen von oben und unten schlecht
  • "halb oben" liegen auch die vielen Burgen
  • deren Erreichbarkeit oft schlecht

...

Einmalig in Deutschland

Fünf Bundesverkehrswege linear direkt nebeneinander

  • 2 x hochbelastete parallele Schienentrassen
  • 1 x hochbelastete Bundeswasserstraße
  • 2 x hochbelastete parallele Bundesstraßen

Und das alles in hochsensibler Landschaft und dichtem Siedlungsband.

Der Rhein mit starker Trennwirkung und die Topographie erzwingen Bündelung.

Welche Lösungen?

Mehr Kompromissfähigkeit in der Straßenplanung mit Hilfe von

  • durchgängigen Tempolimits innerorts (30km/h)?
  • altstadtgerechte Umgestaltung der Bundesstraßen
    • Ortseingänge
    • Querungshilfen
    • Adäquate Radwege (u.U. auch im Fahrbahnbereich)
    • Akzeptanz von "Quetschmaßen"
    • LKW-Fernverkehr "außen rum" (BAB)
  • Flüsterasphalt bei Deckenerneuerung
  • Optische Verengung durch breite Rinnen und schmale Fahrbahnen

Radverkehr als Restgröße, obwohl es sich längs des Rheins um einen europäischen Fernradwanderweg handelt.

  • Breite Fahrbahn, schmaler Zweirichtungsradweg und Minigehweg.
  • Umlaufschranken auf einem Europaradweg? Mit Anhänger, Tandem und Gepäck nicht passierbar.

Ein Betonstreifen wird vor die Flussmauer "gehängt". Dabei wird die ganze Kfz-Fahrbahn erneuert, eine extrem teure Maßnahme mit großem Aufwand und wenig Nutzen. Ergebnis: Miniflächen für einseitigen Zweirichtungsradweg plus Gehweg. Warum nicht bestandsorientiert? Fahrbahn verengen für beidseitigen Schutzstreifen. Leitplanken sind Straßenelemente, sie machen die Straße schneller statt langsamer.

Echter Fahrradservice

  • Breite Radwege
  • interkommunales Leihradsystem à la Mainrad inkl. Pedelec
  • Radstationen an größeren Bahnhöfen
  • Moderne Abstellanlagen an allen Orten und an allen Hotspots der Fahrradtouristen
  • Pumpstationen und Schlauchautomat
  • Bed + Bike
  • Netzwerk Fahrradhandel

Gute Schienenanbindung im Personennahverkehr

Güterschienenlärm als Strukturproblem

Was tun beim Schienenlärm?

  • Sofortmaßnahmen konsequent umsetzen ...
  • auf beiden Rheinseiten
  • nächtliche Tempolimits für Güterzüge anordnen ... (im DB Netz gibt es über 3000 Langsamfahrstellen) ...
  • Alternativtrasse = Bund / DB / Länder ...
  • Modellprogramm für kreativen Lärmschutz auflegen ...
  • Trassenpreise für lärmintensive Güterzüge anheben ...

Auch Flussschifffahrt ist nicht konfliktfrei.

Querbarkeit der Bundesstraßen sind ein Problem. Seltene Mittelinseln und Brücken reichen nicht aus. Brücken und Unterführungen finden wegen der Umwege geringe Akzeptanz und sind ortsbildunverträglich. Alternativ sollten ebenerdige Querungsoptionen angeboten werden. Am besten mit FGÜ und Überholverbot. Sonst mit "Bettelampeln" als Sofortgrün oder mit linienhafter Querung durch gepflasterten und gestalteten Mittelstreifen.

Maßnahmen für Bundesstraßen In Baden-Württemberg werden viele Ortsdurchfahrten von klassifizierten Straßen auf Tempo 30 begrenzt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Lärmschutzes, der Minderung von Luftschadstoffen und um bei der Gestaltung flexibler arbeiten zu können. Z.B. die B9 in Hennef mit linienhafter Querungshilfe, Laternen in der Mitte und neuen Bäumen auf beiden Seiten.

Ein ausgewogener Straßenbauentwurf achtet auf das Umfeld und den Fuß- und Radverkehr.

...

Weitere Aspekte

  • BUGA-Bussysteme,
  • Der Orts-, Dörfer- oder Landbus, ein Angebot für die Nahmobilität ohne Auto in der Fläche,
  • Autonomes Fahren als Chance für den Mikro-ÖPNV
  • Mittelrhein/BUGA Takt (ITF) sichert Effizienz
  • Neue Flächen gewinnen und Qualitäten schaffen
  • Große Anleger brauchen Flanierflächen für Wartende und Ankommende
  • Häfen als Attraktion
  • Parken intensiv eingegrünt
  • Bahnhöfe und Straßen gestalten

Dieser Vortrag machte sehr deutlich wie wichtig das im Koalitionsvertrag vereinbarte regionale Mobilitätskonzept für das Welterbetal ist.

Unique und sexy - Qualitäts-Tourismus ist die beste Standortwerbung

Richard Röhrhoff - Geschäftsführer Essen Marketing GmbH (EMG) - Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft"

Qualität ist die Voraussetzung für dauerhaften Erfolg. Tourismus braucht Qualität, denn die Standards sind weltweit gestiegen und vereinheitlicht. Qualität ist wichtig in der Hotellerie, in der Gastronomie, bei Freizeit- und Kulturangeboten und bei Events.

Nur wer wettbewerbsfähig ist hat überhaupt eine Chance zu bestehen.

"Stolzer Blick zurück - volle Kraft nach vorn"

  • Große Geschichte und Bekanntheit des Mittelrheintals nutzen.
  • Geschichte neu erfinden und spannend erzählen.
  • Attraktive Angebote, die zum Selbstverständnis der Region passen, entwickeln.
  • Ganzjahres-Destination werden.
  • Bekenntnis zum Qualitätstourismus entwickeln.

"Der Trend geht zum authentischen Naherholungsurlaub, alles spricht für eine Renaissance des Mittelrheintals."

Kulturlandschaften im wirtschaftlichen Spannungsfeld am Beispiel der Domaine de Ravoire AG

Amédée Mathier - Winzer und Weinproduzent, Salgesch (Schweiz) - Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft"

Verkaufen sich Aktien besser als Wein?

Aktionäre bestimmen in der Walliser «Domaine de Ravoire» über die Zusammensetzung des Weines – ein einmaliges Projekt in der Schweiz.

Lohnt es sich solch extreme Kulturlandschaften mittels Publikumsgesellschaften zu pflegen?

Das einmalige Projekt war gegründet worden, um einen der ältesten Rebberge im Wallis vor der Vergandung zu ­retten. Die terrassierten Steil­lagen ­liegen zwischen Leytron und Ovronnaz, wo eine breite Palette von Rebsorten kultiviert wird. An der Domaine de Ravoire engagierten sich bis heute rund 150 Investoren. [https://bellevue.nzz.ch]

Lediglich die Anpflanzung des Thymian hat nicht funktioniert, er vertrocknete.