Mittwoch, 18. Juli 2018

Situationsbeschreibung der Fährbetriebe zur Aufnahme in den Masterplan

Klaus Thomas
Mainzer Str. 55

56154 Boppard, den 20. April 2015
Tel.: 06742 938181

Klaus Thomas, Mainzer Str. 55, 56154 Boppard

Frau
Ministerin
Eveline Lemke
Stiftsstraße 9
55116 Mainz

Betreff:
Hier:

Masterplan für das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal
Situationsbeschreibung der Fährbetriebe zur Aufnahme in den Masterplan

Anlagen: 4

Sehr geehrte Frau Ministerin,

der Masterplan Welterbe Oberes Mittelrheintal wird derzeit abschließend erstellt. Der Arbeitskreis "Mobilität & Infrastruktur" hat am 26. Februar 2015 bei seiner 3. Sitzung das Thema „Mittelrheinbrücke“ und bei seiner 4. Sitzung am 18. März 2015 das Thema „Fährbetriebe“ als jeweils inhaltlichen Schwerpunkt der zukünftigen Ausgestaltung des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal behandelt.

Wir, die Betreiber der Fähren am Mittelrhein möchten Ihnen, sehr geehrte Frau Ministerin, den unmittelbaren Zusammenhang zwischen einer Brücke am Mittelrhein und den Fährbetrieben aufzeigen: Derzeit sind die Fähren über den Rhein die wichtigste Verbindung für die Menschen zur jeweils anderen Rheinseite. Die Betriebe in Boppard (Fähre Boppard - Filsen), St. Goarshausen (Loreleyfähre St. Goarshausen - St. Goar), in Kaub (Fähre Kaub – Engelsburg) und in Niederheimbach (Mittelrheinfähre Niederheimbach – Lorch) stellen diese Verbindung regelmäßig her.

Mit dem Bau einer Brücke am Mittelrhein würde diese Situation aber nachhaltig und grundlegend verändert.

Die Fährbetriebe am Mittelrhein sind privatrechtliche Unternehmen. Sie unterliegen allen Markt- und Kapitalrisiken, die von den Fährbetrieben erbrachten Dienstleistungen sind die Grundlage ihrer Kosten- und Leistungsrechnung. Einnahmen erzielen die Fährbetriebe aus der Beförderung von Personen und Fahrzeugen mit denen die Kosten zu decken sind. Werden den Fährbetrieben einzelne Einnahmesegmente entzogen, dann sind die Existenzbedingungen der Unternehmen, Liquidität und Rentabilität, nicht gesichert, zumal derzeit keiner der Fährbetriebe öffentliche oder private Finanzhilfen beansprucht oder erhält.

Mit dem Bau einer Brücke zwischen St. Goar – Fellen und St. Goarshausen - Wellmich würde ein großer Teil des Kraftfahrzeugverkehrs von den Fähren weg und zur Brücke hin verlagert. Mit den dann noch zu erzielenden Einnahmen aus den Rest-Beförderungsleistungen wären die Fähren nach derzeitigen Standards nicht weiter kostendeckend zu betreiben. Die betriebswirtschaftlich sinnvolle Weiterführung der Fährbetriebe würde damit in Frage gestellt.

Jeder der derzeitigen Fährbetriebe am Mittelrhein hat auf der Grundlage seiner Betriebsverantwortung zwischenzeitlich Kalkulationsgrundlagen erstellt, die dann anzuwenden wären, wenn der Bau einer Brücke am Mittelrhein zwischen St. Goar – Fellen und St. Goarshausen – Wellmich vollzogen würde. Die Zukunftsaussichten für den Fährverkehr am Mittelrhein sind von jedem Fährbetreiber in den Anlagen 1 – 4 zu diesem Schreiben detailliert dargestellt. Zusammengefasst bedeutet das

  1. Fähre Boppard – Filsen (Anlage 1 zu diesem Schreiben): Die Fähre ist etwa 12 Kilometer vom geplanten Brückenstandort entfernt. Es ist davon auszugehen, dass sich der Kraftfahrzeugverkehr dann überwiegend auf die Brücke verlagert. Mit den Einnahmen aus den verbleibenden Verkehren können die Kosten im Gesamtjahr nicht mehr gedeckt werden. Insofern wird eine Weiterführung des Betriebes insgesamt in Frage gestellt.

  2. Fähre St. Goarshausen – St. Goar (Anlage 2 zu diesem Schreiben): Die geplante Brücke ist etwa 3 Kilometer vom Fährstandort entfernt. Es ist davon auszugehen, dass dann nahezu der gesamte Kraftfahrzeugverkehr über die Brücke fahren würde. Die wirtschaftliche Grundlage würde dem Fährbetrieb entzogen. Der Fährbetrieb müsste eingestellt werden. Eine Fußgängerfähre ist wirtschaftlich nicht darstellbar.

  3. Fähre Kaub – Engelsburg (Anlage 3 zu diesem Schreiben): Die Fähre verbindet den Ort Kaub mit der Bundesstraße 42 zur Engelsburg an der Bundesstraße 9. Der Fährbetrieb ist an diesem Standort sehr stark vom Kfz-Aufkommen abhängig, um kostendeckend betrieben zu werden. Eine in etwa 12 Kilometer von der Fähre Kaub entfernt zu bauende Brücke würde einen wesentlichen Teil des Kfz-Verkehrs dort hin verlagern und die Einnahmesituation für den Fährbetrieb derart drastisch verändern, dass der Fährstandort aufzugeben wäre.

  4. Fähre Niederheimbach - Lorch (Anlage 4 zu diesem Schreiben): Der Fährstandort ist etwa 20 Kilometer vom geplanten Brückenstandort entfernt. Eine in etwa 20 Kilometer Enfernung zu dieser Fähre zu bauende Brücke würde einen Teil des Kfz-Verkehrs dorthin verlagern und die ohnehin durch die Bahnunterführung Niederheimbach eingeschränkte Einnahmesituation derart drastisch verändern, dass der Fährstandort aufzugeben wäre.

Diese in den Anlagen 1 bis 4 beigefügten Erklärungen der Fährbetreiber zur Zukunft der Fährbetriebe nach einem Brückenbau am Mittelrhein bitten wir in den Masterplan für das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal aufzunehmen. Im Masterplan sollten auch die Folgen für die Menschen, die Landschaft und die Umwelt ohne Fähren am Mittelrhein dargestellt werden:

  1. Rheinquerungen wären auf dem 65 Kilometer langen Weg zwischen Koblenz und Bingen für alle Verkehrsteilnehmer nur noch über die zu bauende Brücke möglich

  2. Der Rhein wird dann in vielen Fällen zur Grenze werden. Fußgängern würde die Möglichkeit von Rheinquerungen außerhalb von Bingen und Koblenz komplett entzogen. Auch für Radfahrer dürfte die Rheinquerung über die Brücke bei St. Goar/St. Goarshausen wegen dann großer Entfernungen grundsätzlich entfallen.

  1. Einkaufs-, Besuchs- und Sozialverkehre einschließlich der Schülerverkehre würden zur anderen Rheinseite zukünftig auszuschließen sein. Beispiele: Von den Rheindörfern Osterspai, Filsen und Kamp-Bornhofen auf der rechten Rheinseite wird die Entfernung in das linksrheinische Boppard mit seiner guten Infrastruktur, dem Krankenhaus, mit Ärzten, Schulen, dem Gymnasium, mit Arbeits- und Ausbildungsplätzen insbesondere im Hotel-, Gaststätten- und Dienstleistungsgewerbe und im Handwerk auf etwa 60 bis 80 Kilometer täglich anwachsen. Schüler- und Sozialverkehre werden dann nicht mehr stattfinden. Für den Berufsverkehr zu einem der attraktiven Arbeitsplätze in Boppard (BOMAG; Sebamed, Industriegebiet Hellerwald, Hotel- und Gaststättengewerbe) wird der Weg arbeitstäglich deutlich weiter und sehr kostenintensiv.

    Die Fähre Loreley befördert täglich in 24 Stunden 30.000 Fußgänger zwischen St. Goarshausen und St. Goar. Über eine Rheinbrücke würde die Entfernung zur jeweils anderen Rheinseite 6 bis 8 Kilometer betragen. Der gesamte Fußgängerverkehr müsste dann auf Kraftfahrzeuge verlagert werden. Das gilt auch für die täglich etwa 200 Fahrschüler. Auch das Gymnasium in St. Goarshausen wird von St. Goar nur mit dem Kraftfahrzeug zu erreichen sein.

  2. Es werden erhebliche Mehrverkehre auf der Straße erzeugt. Die Entfernungen zum Erreichen der anderen Rheinseite wird nach einem Brückenbau zukünftig durchschnittlich 50 Kilometer für Hin- und Rückweg betragen. Dabei erzeugen dann je 100 Personen einen jährlichen Mehrverkehr von 1.6 Mio. Kilometern.

Dass der Wegfall von Fährverbindungen alle notwendigen Beziehungen zur benachbarten Rheinseite unterbricht mag durch das Beispiel des etwa zweiwöchigen Ausfalls der Fährverbindung Boppard - Filsen im Januar 2015 aufgezeigt werden. Die jeweils andere Rheinseite war nur mit dem Pkw über die Brücke Koblenz oder über die Fähre St. Goarshausen/St. Goar zu erreichen. Ärztliche Behandlungen in Boppard waren zu unterbrechen, Krankenhausbehandlungen wurden abgesagt oder verlagert, Arbeitsplätze, aber insbesondere auch Ausbildungsplätze konnten nicht erreicht werden, Schulbesuche mussten entfallen, auch die sozialen Verbindungen zwischen den Menschen waren während dieser Zeit stark eingeschränkt oder unterbrochen. Mit dem Wegfall der Fähren am Mittelrhein würde diese Situation zur Regel werden.

Die Fähren sind unverzichtbar für die Menschen am Rhein. Wir, die Fährbetreiber am Mittelrhein sind uns dessen bewusst, wir sind bereit, unsere Aufgabe weiterhin zu erfüllen und auch die Tradition der Fährbetriebe im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal zum Wohle der Menschen und im Sinne der Fortentwicklung des Tals zu erhalten. Den Fortbestand der Fährbetriebe könnten wir aber dann nicht gewährleisten, wenn uns die betriebswirtschaftlichen Grundlagen zur Weiterführung unserer Fährbetriebe durch von uns nicht zu vertretende Vorgaben entzogen würden.

Sehr geehrte Frau Ministerin, wir würden unsere Situation und unsere Einschätzung der Folgen für das Mittelrheintal nach der Aufgabe von Fährbetrieben gern persönlich mit Ihnen erörtern. Wir würden dazu einen Termin in Mainz in Ihrem Hause wahrnehmen. Wir laden Sie aber gern auch herzlich zu uns an den Mittelrhein ein. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen und bitten Sie, uns einen Termin hierfür zu nennen.

Mit freundlichen Grüßen:

Pfaffendorfer Brücke Koblenz

Eine Verkehrszählung auf der Pfaffendorfer Brücke in Koblenz ergab folgendes Bild:

  • 1000 Kraftfahrzeuge stadteinwärts / Stunde
  • 1750 Kraftfahrzeuge stadtauswärts / Stunde
  • 125 Fussgänger / Stunde
  • 170 Radfahrer / Stunde

Mittelrheinbrücke

Hier kann man einmal mehr sehen, welches Verkehrsaufkommen durch den Bau der Mittelrheinbrücke auf die Städte St. Goarshausen und St. Goar zukommen wird, zumal die Fähren in Boppard, Loreley, Kaub und Lorch mit Fertigstellung der Brücke ihren Dienst aus wirtschaftlichen Gründen einstellen werden.

Das Schreiben der Fährbetreiber an die Landesregierung liegt der Redaktion vor.

Freitag, 13. Juli 2018

Malu Dreyer zur Mittelrheinbrücke

Malu Dreyer im Interview

Frage: "Ein großes Thema im vergangenen Wahlkampf war die Mittelrheinbrücke. Wann zerschneidet denn ein Ministerpräsident oder eine Ministerpräsidentin, möglicherweise sogar von der SPD, das Band auf dieser Brücke?"

Antwort: "Im Moment hängt das eigentlich an einem Landrat und einer Region. Wir wären schon längst viel weiter. Das Land übernimmt die Kosten für das Raumordnungsverfahren zu 100 Prozent. Und wir gehen weiter davon aus, dass die Brücke als kommunale Brücke kommt. Aktuell steht nur einer auf der Bremse, und das ist der Landrat. Sonst niemand."

Das Gespräch führten Peter Burger, Manfred Ruch und Carsten Zillmann
RZ Koblenz und Region vom Freitag, 13. Juli 2018, Seite 6

Kommunale Brücke ?! - die Fakten

Nach aktuellem Stand wurde das vom Land finanzierte Raumordnungsverfahren - Kosten 660 000 Euro - gestartet.

Niemand will die Brücke bauen. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) sieht sie als kommunales Projekt.

Der Landesrechnungshof hatte erklärt, dass alles für eine Landesbrücke spreche.

Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr (CDU) sieht sie als Landesbrücke, diese Sichtweise hat er durch das "Rechtsgutachten von Prof. Dr. jur. Willy Spannowsky" belegt.

Verschwendung von Steuergeldern - Untreue?

Prof. Spannowsky schreibt in seinem Gutachten "die rechtliche Klassifizierung einer Straße ist 'keine politische Entscheidung'".

Warum dürfen unsere Politiker Steuergelder in Höhe von 660 000 Euro für ein Raumordnungsverfahren zur Mittelrheinbrücke ausgegeben, wenn niemand Bauherr für solch ein Projekt sein will?

Donnerstag, 12. Juli 2018

Unwetterschaden L334

St. Goarshausen Nach den Unwetterschäden vor mehr als zwei Jahren geht es im Bereich des Wellmicher Bachs in St. Goarshausen weiter voran: Bevor das Loch beim Tennisheim verfüllt werden kann, muss jedoch noch eine Hangsicherung an der ehemaligen Halde der Grube „Gute Hoffnung“ eingebaut werden. Diese hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung in Auftrag gegeben.

Quelle: RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Donnerstag, 12. Juli 2018, Seite 19 (0 Views) - Redakteur Andreas Jöckel

Montag, 2. Juli 2018

Sanierungsbedarf der Bank-, Bett- und Kammerecktunnel gegenüber der Loreley?

"Die DB Netz AG steht vor der Aufgabe, den Bank-, Bett- und Kammerecktunnel in absehbarer Zeit sanieren zu müssen."

Enak Ferlemann (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (2017))

"Die Tunnel können heute wie in Zukunft uneingeschränkt im Begegnungsverkehr benutzt werden."

Jürgen Konz (Konzernbevollmächtigter für die Länder Rheinland - Pfalz und Saarland, Deutsche Bahn AG).

Samstag, 23. Juni 2018

The 5th International NGO Forum on World Heritage at Risk

Ramada City Center Hotel, Manama, 22 - 23 June 2018

We, the Civil Society Organizations who have attended the 5th International NGO Forum on World Heritage at Risk organized by World Heritage Watch on 22-23 June 2018 in Bahrain, coming from 24 countries in 6 continents, as active and concerned citizens dealing with Natural and Cultural World Heritage properties at different places, would like to bring the following to the attention of the World Heritage Committee:

Resolution

On Dangers to the Upper Middle Rhine Valley World Heritage Site

The World Heritage Site Upper Middle Rhine Valley is in danger. Decisions to preserve the universal heritage are absolutely essential. The official reports presented to UNESCO deviate significantly from the actual development. It is urgent to examine the situation closely.

1st Middle Rhine bridge

So far, the World Heritage Committee has been informed that this bridge will improve regional traffic. The new expert reports show clearly that the bridge connects the motorways and federal highways on the left and on the right banks of the Rhine. It is the connection of a new east-west road axis. The bridge closes the only remaining gap for the existing supra-regional road network. In addition, all planning and expert reports submitted to the World Heritage Committee are based on false figures. The draft design of the competition winner Heneghan, Peng-architects, was based on this wrong information. The bridge is in demand by a predominantly non-World Heritage economy. The state of Rhineland-Palatinate supports this transit through the World Heritage Valley of up to 50,000 vehicles and trucks daily. It finances up to 90% of the minimum 100 million € total cost of the bridge and in addition the connecting roads.

The disadvantages for the World Heritage and people are significant. All ferries will cease operation with the construction of a bridge. For cyclists and pedestrians, for people without cars, the Rhine becomes the border. There will be considerably more road traffic in addition to the railway noise.

A traffic plan for the Middle Rhine could clarify the regional traffic needs and the effects of a bridge. This planning proposal has been denied.

2. Railway noise

The maximum load on the Mittelrhein railway lines with a regular noise level of more than 100 dB (A) is well known to all those responsible. The noise and vibration levels continue to rise. Measures to improve the situation are announced but not implemented. These measures include:

  1. An alternative route is the most effective means of reducing noise. A proposal to build a new freight railway outside the Middle Rhine Valley was not taken up by the federal government. It has not been built. Reason: no urgent need! A new route is being built in the Elbe Valley although it only has one-third the rail traffic as compared to the Middle Rhine Valley. The Elbe Valley is not a World Heritage Site.
  2. Reduced speeds and night driving bans which would cause significantly less noise and reduce vibration.
  3. The removal of loud freight cars to reduce noise considerably.
  4. The Federal Government has declared its intention to significantly improve noise abatement by banning freight trains without low-noise braking systems from 2020 onwards. Around 600,000 freight cars travel across Europe without restrictions on all railway lines. DB AG owns about 14% of them. It will change its brakes. More than 80% of all freight cars in Europe will remain without new brakes and train noise will remain.
  5. The plan to build a new tunnel between Oberwesel and St. Goar on the Lorelei rock will not be built. Instead, the old tunnels will be renovated. The noise will still be present, a significant intervention in the rocks is required.

All proposed noise abatement measures will fail until 2030 due to the at least 30% increase in rail freight traffic. Every train produces noise. Every day 600 freight trains pass (every three minutes) creating continuous noise. For the people in the valley there is never any rest, day and night. The terrible and ever-increasing railway noise is incompatible with the outstanding universal value of the World Heritage Upper Middle Rhine Valley. In addition there is the street noise of the motorway connection over the Middle Rhine Bridge.

3. The Loreley

The Loreley Rock is one of the few places in the world where a myth is still concretely present. It is the epitome of Rhine Romanticism. Derived from this, the rock is today the central identification point of the World Heritage Upper Middle Rhine Valley. As one of the most prominent places in the cultural landscape, the Loreley is well-known far beyond its borders.

The Loreley Plateau is being extensively rebuilt. Studies have been carried out to ensure the visual integrity of the Loreley rock. The work and the study do not match. Far in the Rhine Valley you can now see the huge white tent roof of the Loreley scaffolding. It destroys the "postcard look" over the castle Katz to the Loreleyfelsen, which was taken up in the World Heritage List. Under construction is a landscape park with "Mythenraum" and illuminated obelisk and a huge hotel on an area of 28,000 m / 2. To connect the two sides of the Rhine Loreley a suspension bridge has been built. The summer toboggan run, which is not a World Heritage site, completes the picture. A concept to preserve the Loreley myth has not been developed. The way to the myth, the legendary blond maiden on the Loreley rock, now leads over a suspension bridge to a myth room with obelisks.

Conclusion:

  • The ICOMOS 2011 evaluation warned that "noise and vibrations are the main obstacle to the development of the Rhine Valley". The actual situation of railway noise is not being taken seriously. The World Heritage Committee should draw the attention of the Federal Government and the European Union to the noise pollution of the railway in the Middle Rhine Valley and call for concrete measures for sustainable noise reduction. The World Heritage Committee must make it clear that the terrible railway noise endangers the property’s World Heritage status
  • The planned motorway connection over the Middle Rhine Bridge is not compatible with the outstanding universal value of the World Heritage Upper Middle Rhine Valley. The bridge does not contribute to the conservation of the World Heritage site but benefits the regional economy which uses the property as a transport route. The disadvantages for the World Heritage are considerable: closing of ferry services, people do not cross the Rhine, increase in street noise. The World Heritage Committee must urge the state government not to increase rail noise by interregional road traffic over the Rhine bridge. The government should develop a regional transportation plan to improve regional traffic in the short term
  • The unique charisma of the Loreley myth must not be subordinated to purely economic development. It needs to be carefully developed so that the world can continue to identify with it. The tent roof of the Loreley scaffolding sends a negative signal. A suspension bridge over the Rhine is to be rejected categorically.

Manama, 23 June 2018

Freitag, 22. Juni 2018

World Heritage Watch in Manama, Bahrain

Das 5. internationale World Heritage Watch Forum hat begonnen. Es findet vom 22. - 23 Juni 2018 in Manama, Bahrain statt.

Dienstag, 12. Juni 2018

Rhein in Flammen - Die Nacht der Loreley

70 Jahre Rhein in Flammen an der Loreley

Feiern Sie mit uns das Weinfest in der Gäsegass - Altstadt St. Goarshausen. Es findet vom 12.-15.09.2018 statt.

Eintritt in die Weingass

  • 3 € Mittwoch bis Freitag
  • 5 € Samstag "Die Nacht der Loreley"

Fährzeiten Autofähre

  • Fährbetrieb bis 24h - Donnerstag und Freitag
  • Fährbetrieb bis 02h (nicht während des Feuerwerks)

Informationen zur Weingass und Rhein in Flammen, sowie zu Fahrzeiten von Bus und Bahn

Loreley Touristik
Telefon 06771 9100
info@loreley-touristik.de - www.loreley-touristik.de

Mittwoch 12.09.2018

  • 19h Eröffnung der Weingass
    durch Stadtbürgermeister Manfred Baumert und Loreley Tasmin Sophie Fetz. Mit Begleitung und Begrüßung der Repräsentanten der Region.
  • 19h - 23h Live-Musik auf zwei Bühnen
    Am Turm das Schlossberg-Duo
    Am Plan just4you

Donnerstag 13.09.2018

  • 20h - 24h Live-Musik auf zwei Bühnen
    Am Turm Dance Express
    Am Plan Die Original Mühlbachtaler

Freitag 14.09.2018

  • 20h - 01h Live-Musik auf zwei Bühnen
    Am Turm Lolly Pops
    Am Plan TERRA NOVA & New Earth

Samstag 15.09.2018

  • ab 16h Weinstände in der Weingass
  • 17h - 02h Live-Musik auf zwei Bühnen
    Am Turm Klaus Lempart
    Am Plan Atlantis und Gräfenthaler

Freitag, 8. Juni 2018

Neue Loreley erfüllt sich Kindheitstraum

Der weltberühmte Rhein-Felsen Loreley hat eine neue Repräsentantin: Tasmin Sophie Fetz (19) verwirklicht damit nach eigener Aussage einen Kindheitstraum. Bereits als Kind sei ihr Spitzname Loreley gewesen, teilte die angehende Chemielaborantin aus Dörscheid im Rhein-Lahn-Kreis mit. "Die auf beiden Seiten des Rheines verteilte Familie, jeweils mit Blick auf die Loreley, ließ mich damals schon hoffen, eines Tages selbst auf dem Felsen zu sitzen." Nun ist es soweit: Am Freitag stand auf dem Felsplateau hoch über St. Goarshausen die Vorstellung der 17. Loreley als Botschafterin des sagenumwobenen Welterbes Oberes Mittelrheintal auf dem Programm.

Fetz hat laut der Loreley-Touristik in diesem Jahr Abitur gemacht und ist Mitglied der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Ihre Vorgängerin Theresa Lambrich legte ihr Amt nach drei Jahren wegen ihres Studiums nieder. Bei ihrem Amtsantritt 2015 hatte die 16. Loreley gesagt: "Gerade in unserer schnelllebigen Zeit braucht es Tradition und Kultur, auf die sich die Menschen zurückbesinnen können, mehr denn je." Repräsentanten trügen dazu bei.

Laut der Loreley-Touristik ist der Job der Loreley mit dem einer Weinkönigin vergleichbar. Es gehe um jährlich rund 50 Einsätze. Laut Ausschreibung sollten Bewerberinnen "zeitlich flexibel, mobil und natürlich blond sein". Wichtig seien gute Kenntnisse der Region, Kontaktfreudigkeit, Charme und Schlagfertigkeit.

In historischen Loreley-Verklärungen spielte die gleichnamige Nixe eine zentrale Rolle. Heinrich Heine zufolge kämmte sie sich hier ihre goldenen Haare und verdrehte den Schiffern so den Kopf, dass diese gegen Riffe liefen. Das Felsplateau, Inbegriff der Rheinromantik und Hotspot des Tagestourismus, wird derzeit wieder naturnah gestaltet.

Quelle: DPA

Dienstag, 5. Juni 2018

Mittelrheintal kein Weltkulturerbe?

Dem Oberen Mittelrheintal droht der Verlust des Status als Unesco-Weltkulturerbe. Grund ist ein Brückenbau, wie bei der Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal. Das geht aus dem World-Heritage-Watch-Report 2018 hervor. Kritisiert werden die Überbauung des Loreleyfelsens, der ständig wachsende Bahnlärm und eine geplante Brücke.

Quelle: WELT - Kultur Kompakt

Sonntag, 3. Juni 2018

Welterbetag 2018 - Rheintal Charta

Mit der Eintragung des Oberen Mittelrheintals in die Liste des UNESCO-Welterbes konnte am 27. Juni 2002 in Budapest der rund 25 Jahre dauernde Prozess der Anerkennung erfolgreich abgeschlossen werden.

1. Der weltweit unbestritten hohe Rang der Kulturlandschaft Mittelrhein ist in der ungewöhnlichen Dichte hochrangiger Natur- und Kulturdenkmäler in einmaliger Vielfalt der erdgeschichtlich und kulturgeschichtlich bedingten Erscheinungsformen sowie in der Wechselbeziehung von Kultur und Natur begründet. Der Fluß selbst, sein Verlauf, das von Weinbergen ebenso wie von Burgen und historischen Orten bestimmte Landschaftsbild prägen die Einzigartigkeit dieser Landschaft, die im 19. Jahrhundert im In- und Ausland zur „Rheinromantik“ führte, die auch heute bewußt oder unbewußt unser Verhältnis zu ihr bestimmt und ein besonderes Empfinden von Heimat begründet. Damit ist das Mittelrheintal zu einer außergewöhnlichen, fortbestehenden und assoziativ geprägten Kulturlandschaft (im Sinne der UNESCO) geworden, die einen unverwechselbaren, identitätsstiftenden Charakter sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch im weltweiten Verständnis hat.

2. Lokale und überregionale, private und öffentliche Nutzungen, daraus abgeleitete Verwertungsansprüche sowie ungenügende Pflege der historischen und natürlichen Substanz haben diese Landschaft einem Wandlungsprozeß ausgesetzt, der die unverwechselbare Eigenart, Vielfalt und Schönheit auch als Grundlagen für eine regionspezifische wirtschaftliche Entwicklung, z.B. im Weinbau und im Tourismus, unwiederbringlich zu zerstören droht. Es besteht die Gefahr, daß der Raum die ihm bislang eigene Kraft verliert und dem langsamen Verfall ausgesetzt ist.

3. Daher ist es dringend geboten, die Natur- und Kulturgüter des Rheintals als ihre Zentralwerte und integralen Bestandteile zu erhalten, zu pflegen und schonend weiterzuentwickeln. Auf dieser Grundlage ist die strukturelle Entwicklung des Rheintals zu stärken und zu fördern. Dies kann nur aus der besonderen Eigenart der Landschaft heraus erfolgen, da diese ihren Wert bedingt.

4. Folgende Forderungen sind zu stellen

  • Planungen und Maßnahmen zur Entwicklung sind nur unter sorgfältiger Abwägung der ökonomischen, ökologischen, kulturellen und sozialen Werte zulässig.
  • Entwicklungsmaßnahmen und -vorhaben sind auf ihre innere Begründung und äußere Orientierung an den Zentralwerten der Landschaft zu prüfen und daran auszurichten.
  • Konzepte zur nachhaltigen Entwicklung sind notwendige Voraussetzung für strukturellen Wandel und die Nutzung von Flächen und Objekten.
  • Soweit durch überregionale Nutzungsansprüche Beeinträchtigungen der natürlichen Potentiale und kulturellen Werte unvermeidbar werden, ist für einen Ausgleich zu sorgen.

5. Das bedeutet für die natürlichen und kulturhistorischen Gegebenheiten: Die Landschaft ist in ihrer natürlichen Eigenart und Qualität zu erkennen und zu gestalten. Schäden, welche die natürliche Funktion der Landschaft und ihr Erscheinungsbild in starkem Maße beeinträchtigen, sind zu beheben. Die Zeugnisse der Geschichte und Kultur sind zu erhalten. Die historische Substanz der Objekte und ihre spezifische Einbindung in die Kulturlandschaft dürfen nicht beeinträchtigt werden.

6. Das bedeutet für die Nutzungsformen und -arten:

  • Sicherung und Weiterentwicklung des regionalen Wirtschaftsraumes müssen in ihrer Standortwahl, Ausdehnung, Gestaltung und Maßstäblichkeit der kulturlandschaftlichen Eigenart des Rheintals Rechnung tragen.
  • Soweit bestehende Einrichtungen und Anlagen diesen Anforderungen nicht entsprechen, sollen sie bei einer Veränderung der wirtschaftlichen Notwendigkeiten zurückgebaut werden.
  • Verkehrsbauten und -betrieb sind so auszurichten, daß sie nicht nur den gestalterischen Anforderungen der Landschaft entsprechen, sondern auch zu einer Reduzierung der Lärmbelastung führen.

7. Diese Ziele erfordern eine Bündelung der vorhandenen Mittel und ein umfassendes Kulturlandschafts-Management. Die Instrumente müssen darauf ausgerichtet sein, frühzeitig Konsens der Nutzer und Entscheidungsträger herbeizuführen und die Umsetzung der Konzeption aufzuzeigen. Zentrale Elemente sind Information, Motivation, regionale Selbstverantwortung und Kooperation. Das soeben gegründete Mittelrhein-Forum e.V. bietet hierzu erstmals eine Chance.

8. Alle Entscheidungsträger sind aufgerufen, an der Umsetzung des Kulturlandschafts-Managements mitzuwirken und auf diese Weise die integrative Entwicklung des Kulturerbes nachhaltig zu sichern.

9. Die genannten Aufgaben sind gesellschaftliche Herausforderungen ersten Ranges. Sie können nur bewältigt werden, wenn die Gesellschaft den umfassenden und ganzheitlichen Wert der Kulturlandschaft erkennt und die notwendigen Folgerungen daraus zieht. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz fordert die Landesregierungen, Landkreise und Gemeinden von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen auf, die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und zur gesellschaftlichen Akzeptanz beizutragen.

Quelle: Rheinischer Verein für Denkmalpflege »

Unesco-Weltkultur in Gefahr

Darum ist die Loreley so traurig

Das Obere Mittelrheintal gehört seit 2002 zum Unesco-Weltkulturerbe. Nun könnte es seinen Status verlieren - wegen einer Brücke. VON CHRISTIAN SCHRÖDER


Das Rheintal und der Loreleyfelsen, aufgenommen vom Aussichtspunkt Maria Ruh. FOTO: DPA

Die Loreley, ein Schieferfelsen, der am rechten Rheinufer bei Sankt Goarshausen 132 Meter aufragt, ist vielleicht der sagenhafteste deutsche Sehnsuchtsort. Der Fluss nimmt hier ein Kurve, die Navigation ist schwierig, immer wieder sollen Schiffe verunglückt sein, weil der Gesang einer Nymphe den Steuermann vom Kurs abbrachte. „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,dass ich so traurig bin“, dichtete seufzend Heinrich Heine, um dann das „Märchen aus alten Zeiten“ zu erzählen, das tragisch endet. „Ich glaube, die Wellen verschlingen / am Ende Schiffer und Kahn; / und das hat mit ihrem Singen / die Lore-Ley getan.“

Verschlungen von den Wellen

Anlass traurig zu sein haben nun die Freunde deutscher Burg-, Berg und Flussschönheit, doch anders als Heine wissen sie auch warum. Denn das Obere Mittelrheintal, das sich von Bingen und Rüdesheim über 67 Kilometer durchs Rheinische Schiefergebirge bis Koblenz erstreckt, droht seinen Status als Weltkulturerbe zu verlieren. Das geht aus dem World Heritage Watch Report hervor, den die gleichnamige zivilgesellschaftliche Organisation am Wochenende veröffentlichte. Kritisiert wird im Bericht die weithin sichtbare Überbauung des Loreleyfelsens und der ständig wachsende Bahnlärm, vor allem aber Brückenbaupläne. Die Region wurde 2002 in die Weltkulturliste aufgenommen, doch seit 2007 wird, allen Protesten von Natur und Denkmalschützern zum Trotz, am Plan einer Mittelrheinbrücke gearbeitet, die St. Goar und St. Goarshausen verbinden soll.

Politik für Autofahrer

Offenbar fühlt sich die Unesco von den rheinland-pfälzischen Landespolitikern getäuscht. Zwar hatte die Technische Hochschule Aachen 2009 in einer Expertise dargelegt, dass der Bau in erster Linie lokale Ost-West-Verbindungen für Radfahrer und Fußgänger verbessern solle. Doch für die Weltkulturbehörde, so schreibt sie, sei „von Anfang an klar gewesen“, dass es um überregionale Verkehrsströme gehe, um die Autobahnanbindung der linksrheinischen Bundesstraße 9 und der rechtsrheinischen Bundesstraße 42. Davon würden unter anderem Besucher des Frankfurter Flughafens profitieren.

Probleme wie an der Elbe

Die Vorgänge im Rheinland erinnern fatal an Sachsen, wo dem Dresdner Elbtal 2009 wegen des Baus der Waldschlösschenbrücke der Weltkulturerbe-Status aberkannt wurde. „Welchen Sinn hat es, ein Europäisches Kulturerbejahr zu begehen“, fragt Stephan Dömpke, Vorsitzender von World Heritage Watch, „wenn die deutschen Politiker nicht einmal gewillt sind, sich an die Verpflichtung zum Erhalt des Mittelrheintals zu halten?“ Warnsignale zu missachten, das wusste schon Heine, kann tödlich enden. Nicht mehr die Wellen, die Mensch und Schiff verschlingen, sind das Problem. Größere Gefahr geht von Stahl und Beton aus.

Freitag, 1. Juni 2018

World Heritage Watch Report 2018

Heute wurde der World Heritage Watch Report 2018 im Nicolaihaus in Berlin vorgestellt.

Sie können den Report ab sofort über den Link World Heritage Watch Report 2018 herunterladen.

Von den deutschen Welterbestätten ist das Obere Mittelrheintal in dem Bericht berücksichtigt, das durch die weithin sichtbare Überbauung des Loreleyfelsens, den ständig schlimmer werdenden Bahnlärm sowie die noch immer verfolgten Pläne einer Brückenquerung bedroht ist. Die Beschlüsse der UNESCO hierzu sind von Deutschland bisher nicht umgesetzt worden - wie schon in Dresden glaubt man wohl, sich irgendwie durchlavieren zu können.

Droht Deutschland eine zweite Welterbestätte durch einen Brückenbau zu verlieren?

Welchen Sinn hat es, ein Europäisches Kulturerbejahr zu begehen, wenn die deutschen Politiker nicht einmal gewillt sind, sich an die Verpflichtung zum Erhalt des Mittelrheintals zu halten, die Deutschland gegenüber der Weltgemeinschaft übernommen hat?

Lesen Sie dazu den Bericht der Bürgerinitiative Rheinpassagen ab S. 69!

Dienstag, 29. Mai 2018

World Heritage Watch Report 2018 - Einladung zur PK

Am 3. Juni ist Welterbetag in Deutschland

Das Thema verdient Ihre Aufmerksamkeit. Mit unserem druckfrischen

World Heritage Watch Report 2018

möchten wir Ihnen kritische Situationen weltweit vorstellen.
Auch deutsches Kulturerbe ist in Gefahr.

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Pressegespräch
am Freitag, den 1. Juni 2018 um 11:00 Uhr
im Nicolaihaus, Brüderstr. 13, 10178 Berlin

mit
Stephan Doempke, Vorstandsvorsitzender World Heritage Watch, Berlin
sowie
Elke Greiff-Gossen, Bürgerinitiative Rheinpassagen, St. Goarshausen
und
Ali Susam, Hasankeyf Initiative, Berlin

Worum es geht:
World Heritage Watch trägt dazu bei, dass die UNESCO adäquatere Beschlüsse fasst, um die Welterbestätten besser zu schützen. Seit 2015 setzt sich World Heritage Watch (WHW) mit Nichtregierungsorganisationen weltweit für einen besseren Schutz des UNESCO-Welterbes ein. In jedem Jahr legen wir dazu einen Report vor, in dem VertreterInnen der Zivilgesellschaft über die Situation an den Welterbestätten berichten und der UNESCO Informationen zur Kenntnis bringen, die diese aus den Berichten der Mitgliedstaaten in der Regel nicht erfährt.

Im World Heritage Watch Report 2018 berichten wir über 39 Stätten aus aller Welt, die aufgrund von Vernachlässigung, Ressourcenausbeutung, Übertourismus, Energieentwicklung und Investorendruck bedroht sind.

Nicht weniger als 17 dieser Stätten befinden sich in Europa - darunter ikonische Stätten wie Stonehenge, das Mittelrheintal und Wien - und diese Liste ist keineswegs vollständig. Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 ist dies eine alarmierende Zahl, zu der auch der bevorstehende European Cultural Heritage Summit dringend Stellung beziehen muss.

Beispielhaft werden bei unserem Pressegespräch VertreterInnen lokaler Initiativen Auskunft über die Welterbe-Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal und die Altstadt von Diyarbakir (Türkei) geben, deren Zerstörung unbeachtet von der Öffentlichkeit voranschreitet.

Bitte lassen Sie uns unter contact@world-heritage-watch.org wissen, ob wir mit Ihrer Teilnahme an dem Pressegespräch bei Getränken und einem Imbiss rechnen dürfen.

Stephan Dömpke, Vorsitzender

Nicolaihaus • Brüderstr. 13 • 10178 Berlin • Germany • +49 (30) 2045-3975
contact@world-heritage-watch.org • www.world-heritage-watch.org

Samstag, 12. Mai 2018

Loreley - Bauen für ein besseres Naturerlebnis

The totally redesigned Loreley Plateau gives the rock a completely different look. It is a drastic intervention in the natural heritage.

Montag, 7. Mai 2018

wein date mittelrhein - das neue Wein-Event am Mittelrhein


Foto: Mittelrhein-Wein e.V.

Bei erfolgreichen Dates gibt es stets Wein zu trinken. Der Mittelrhein geht einen Schritt weiter und macht aus Wein zum Date, ein Date mit Wein.

Mittelrhein Am 02. Juni 2018 startet das neue Gemeinschaftsevent der Winzer vom Mittelrhein in Leutesdorf. Die WeinSTEIGwinzer vor Ort werden jeweils bis zu fünf Gastbetriebe aus dem gesamten Anbaugebiet aufnehmen, sodass der interessierte Besucher von 14:00 bis 19:00 Uhr beim Schlendern von Weingut zu Weingut ca. 150 Weine und Sekte verkosten kann. Die Winzer nehmen sich viel Zeit für ein Schwätzchen über den neuen Jahrgang, die unterschiedlichen Lagen und Rebsorten. Präsentiert werden neben dem klassischen Mittelrheinriesling auch Burgunderweine von Weiß-, Grau- und Spätburgunderreben. Unterwegs in Leutesdorf von Hof zu Hof wird auch für die kulinarischen Genüsse gesorgt, passend zum Wein können kleine Speisen erworben werden.

Nach Verkostungsende in den Betrieben wird am Abend mit einer Weinparty auf einem Ausflugsschiff der Firma Gilles munter weiter gedatet. Bei einer Auswahl von Weinen und mit Musik von DJ Salvatore kann getanzt und gefeiert werden. Das Schiff legt um 19 Uhr in Richtung Bonn ab und kehrt gegen 23 Uhr zurück.

Eintrittskarten sind bei allen teilnehmenden Weingütern sowie dem Mittelrhein-Wein e.V. erhältlich. Auch am Veranstaltungstag selbst können in den beteiligten Betrieben Tagestickets erworben werden.

Mit den Eintrittskarten im Vorverkauf kann der öffentliche VRM - Nahverkehr kostenlos genutzt werden und berechtigt die An- und Heimreise mit Bus und Bahn (2. Klasse) in folgenden Landkreisen: AW, NR, AK, WW, KO, MYK, COC, SIM, EMS.

Das Kombiticket kostet 35 EURO pro Person und beinhaltet den freien Eintritt zur Verkostung in den beteiligten Weingütern von 14 – 19 Uhr incl. Weinprobierglas sowie den freien Eintritt zur Schiffsparty am Abend.

Das Tagesticket kostet 22 EURO pro Person und beinhaltet den freien Eintritt zur Verkostung in den beteiligten Weingütern von 14 – 19 Uhr incl. Weinprobierglas.

Weitere Informationen: www.weindatemittelrhein.de
Mittelrhein-Wein e.V., Dolkstraße 19, 56346 St. Goarshausen, Tel.: 06771-9599-103,
Geschäftszeiten: Mo-Mi-Do 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr, Mail: info@mittelrhein-wein.com

Montag, 30. April 2018

Förderverein Häusener Kran


Foto: Elke Greiff-Gossen

Nach zwei ereignisreichen Jahren lud der FV Häusener Kran am 21. April zur Jahresmitgliederversammlung mit Neuwahlen ein. Dem Vorstand wurde nach ausgiebigem Jahresbericht und Kassenbericht Entlastung erteilt. Auf Vorschlag der Mitglieder wurde der bisherige Vorstand mit Jochen Dohm als Vorsitzender wiedergewählt.

Erfreut zeigten sich die Mitglieder, dass 19 Jahre nach Stilllegung des Krans dessen Restaurierung offensichtlich unmittelbar bevorsteht. Somit finden viele Jahre unermüdlichen Einsatzes unseres Vereins zur Rettung des einzigartigen Industriedenkmals ein hoffentlich glückliches Ende.

Weniger erfreut war die Versammlung angesichts der Mitteilung, dass der neue Eigentümer des Krans, die Entwicklungsagentur des Landes Rheinland Pfalz (EA-RLP), eine Zusammenarbeit mit unserem Förderverein in Zukunft ablehnt. Woanders im Land wäre man froh, wenn ein Verein zur Verfügung stünde, der die Betreuung eines Industriedenkmals übernehmen will, bemerkten die Mitglieder. Die Mitgliederversammlung stellte klar, dass der Förderverein auch in Zukunft sich in den Restaurierungsprozess und die anschließende Nutzung des Krans einbringen wird.

Samstag, 21. April 2018

Häusener Kran - Zweijahresbericht 2016 – 2018

In meinem Bericht werden die Ereignisse der letzten zwei Jahre beleuchtet von der Antragstellung zur Sanierung des Krans durch das Denkmalschutzsonderprogramm VI des Bundes im März 2016 bis April 2018.

1. März 2016 Nach langem hin und her hatte die Fa. Rhenus kurz vor Terminschluss den Antrag zum Denkmalschutzsonderprogramm VI eingereicht. Eine Kofinanzierung durch das Land gilt als gesichert. Dem Antrag wurde eine positive Stellungnahme des Koblenzer Bundestagsabgeordneten, Herrn Detlef Pilger, beigefügt.

Den Informationsaustausch stellte der FV her. Der FV hat ebenfalls eine Stellungnahme zum Antrag eingereicht.


16. März 2016 Landrat Puchtler als Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Welterbe unterstützt den Wunsch des FV, die ehemalige Pumpstation am Rheinvorgelände St. Goarshausen zu erwerben, durch ein entsprechendes Schreiben an das WSA als Grundstücksbesitzer.


21. März 2016 Herr Silbermann von der Fa. Rhenus, der sehr engagiert die vorbereitenden Verabredungen zur Restaurierung des Krans in die Gesprächsrunden einbrachte und auch mit dem FV gute Kontakte pflegte, hat die Fa. Rhenus verlassen.


20. März – 2. April 2016 An drei Wochenenden erscheint der Häusener Kran in ungewohnt mystischem Licht. Mit dieser Lichtaktion wollte der FV die Romantik des alten Rheinkrans stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.


21. April 2016 Das Schicksal des stillgelegten historischen Tauchglockenschiffs „Kaiman“, gerettet durch Intervention des FV Häusener Kran und der Denkmalgesellschaft Bingen, beschäftigte uns dieser Tage. Wahrscheinlich wird es auf Vorschlag beider Vereine vom vorläufigen Liegeplatz im Schiersteiner Hafen ins Schifffahrtsmuseum nach Duisburg verbracht.


20. Juni 2016 / 30. August 2016 Mitgliederversammlungen


6. September 2016 Karin und Jochen interviewten den letzten vor der Kranstilllegung noch aktiven Kranführer, Herrn Sopp.


11. September 2016 Wie schon seit vielen Jahren nahm der FV auch in diesem Jahr am landesweiten Tag des offenen Denkmals teil. Das vielversprechende Motto lautete: „Gemeinsam Denkmale erhalten“.


19. September 2016 Eigentlich sollte diese Gesprächsrunde aller Beteiligten dazu dienen, den ehrgeizigen Terminplan zur Restaurierung des Krans festzuzurren, mit dem Ziel, die Arbeiten von Mai 2017 bis Juli 2017 durchzuführen.

Da platzte der neue Beauftragte der Fa. Rhenus, Herr Schwarzkopf (Techn. Leiter), mit der neuen Rhenus-Position in die Runde, „die Sanierungsarbeiten erst zu vergeben, wenn der Kran im Anschluss an die Sanierung an einen anderen Eigentümer übergeht. Dies sei aus Sicht der Rhenus die Voraussetzung für die Sanierung„ (Protokoll Zweckverband). Dabei wurde vorher vereinbart und im Protokoll festgehalten, „dass der Kran im Eigentum der Rhenus bleibt und anschließend über einen Nutzungsvertrag Pflege, Erhalt und Bespielung des Krans durch den FV übernommen werden„ (Protokoll Zweckverband)

Somit war ab diesem Zeitpunkt nur bei einer erfolgreichen Suche eines neuen Eigentümers ein Einstieg in die Kransanierung möglich.


Januar 2017 2017 wurde der Kran 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass hatte sich der FV entschlossen einen sog. „Rheintaler“ mit Häusener Kran - Motiv prägen zu lassen.


21 Juni 2017 Nach anfänglich großen Widerständen, auch in St Goarshausen, ist es dem FV gelungen, bei allen Beteiligten die Einsicht wachsen zu lassen, den 100 Jahre alten Kran mit seinem Umfeld einer Restaurierung zuzuführen. Dies führte in der besonderen Situation des Jahres 2017, einen neuen zukünftigen Eigentümer zu suchen, zu einem denkbar knappen Abstimmungsergebnis im St. Goarshäusener Stadtrat: Bei Stimmengleichheit wurde ein Antrag des BM zur Übernahme des Krans durch die Stadt abgelehnt.

Die unendliche Geschichte um die Restaurierung des Krans ging also weiter.


30.Juni 2017 Der FV stellte anlässlich des „Baumfestes“ in St. Goarshausen den sog. „Rheintaler“ als Gedenkmünze mit Kranmotiv zum 100 - jährigen Krangeburtstag vor.


18. August 2017 Mitgliederversammlung


10. September 2017 Auch 2017 nahm der FV am Tag des offenen Denkmals teil. Mittels einer Presseerklärung und einer Flugblattaktion für alle St. Goarshäusener Haushalte wurde die schwierige aktuelle Situation um den Hafenkran erläutert.


17. November 2017 Pressemitteilung des Zweckverbandes

Nachdem der FV über den aktuellen Stand der Verhandlungen zur Suche eines neuen Eigentümers monatelang bewusst spärlich informiert wurde und dessen Vorschläge eher auf Desinteresse stießen, präsentierte der Zweckverband Welterbe sein Verhandlungsergebnis: Der Kran soll jetzt bis Ende 2018 restauriert werden. Nach erfolgter Restaurierung wird die Entwicklungsagentur (EA) RLP das Eigentum am Kran übernehmen.


23.November 2017 Pressemitteilung des FV

In seiner PM stellte der FV die 19-jährigen Leistungen des Vereins zur Rettung des Industriedenkmals heraus und vergas nicht, allen Beteiligten für ihr Engagement zu danken. Der FV kündigte aber auch an, dass er sich weiterhin in den Restaurierungsprozess und die anschließende Nutzung des Krans einbringen möchte.


18./19. Februar 2018 Im nachhinein wurde klar, warum eine Teilnahme des FV beim Workshop zur zukünftigen Nutzung des gesamten Krangeländes nicht erwünscht war. Wir mussten unsere Teilnahme regelrecht erzwingen.

Sie war nicht erwünscht, weil der neue zukünftige Eigentümer, die EA-RLP, eine Zusammenarbeit mit dem FV offensichtlich prinzipiell ablehnt. Da scheinen sich die vielen Jahre der Auseinandersetzung mit den staatlichen Stellen um die Rettung des Krans wiederzuspiegeln. Gut für den Kran war unsere Teilnahme dennoch: Die Kranbahn als Teil des Denkmals soll erhalten bleiben und eventuell touristisch genutzt werden. Das Rheinvorgelände mit Kran soll prinzipiell nicht als Parkplatz oder Wohnmobilstellplatz entwertet werden. Das WSA hat offensichtlich seine Ausbaupläne um den Kran aufgegeben.



Foto: Elke Greiff-Gossen

21. Februar 2018 Das WSA tritt gegenüber dem FV vom Verkaufsangebot des Pumpenhausgrundes zurück mit der Begründung, dass die EA-RLP die „touristische Erschließung und Darbietung des Krans ohne Beteiligung des FV bewerkstelligen wird“.


19. März 2018 Der Eigentümer des Pumpenhauses, Rhein-Hunsrück-Wasser, tritt ebenfalls von seinem Verkaufsangebot zurück mit der Begründung, dass durch die aktuelle Entwicklung kein begründbares Interesse des FV am Pumpenhaus bestehen kann.

Förderverein „Häusener Kran“ e.V, Kaub, den 21. April 2018

Donnerstag, 19. April 2018

Europaweite Konsultation zum Thema Schienenverkehrslärm

Unter Beteiligung der Öffentlichkeit überprüft und bewertet die Europäische Kommission derzeit die Wirksamkeit lärmabhängiger Trassenpreissysteme zur Bekämpfung von Lärm durch Schienengüterverkehr. Bis zum 20. Juni 2018 können Sie an der „Öffentlichen Konsultation zu Regelungen für lärmabhängige Wegeentgelte“ teilnehmen. Dabei geht es unter anderem um die Nachrüstung von Bestandgüterwagen mit Verbundstoff-Bremssohlen (den sogenannten „Flüsterbremsen“). Zur Teilnahme stellt die Europäische Kommission einen Fragebogen bereit. Technische Detailkenntnisse sind zur Beantwortung der Fragen nicht erforderlich.

Direkt zum Fragebogen der Europäischen Kommission kommen Sie mit dem folgendem Link: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/2018-rail-noise?surveylanguage=DE

Haben Sie es schon gehört? Am 25. April 2018 findet der „21. Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day“ statt. Der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Laut war gestern!“. Mit dem Ziel, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, will die Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA e.V.) an diesem Tag die Aufmerksamkeit auf die Ursachen und Wirkungen von Lärm lenken.

Mehr Informationen zum Tag gegen Lärm finden Sie unter http://www.tag-gegen-laerm.de/

Mittwoch, 14. März 2018

Mittelrheinbrücke - Politik grotesk

Ich nenne das Ergebnis "Politik grotesk": Die Regierungsparteien der Landesregierung vereinbaren im Koalitionsvertrag die Planungen für eine Mittelrheinbrücke wieder aufzunehmen und die Planungen in die Entwicklung eines regionalen Mobilitätskonzepts einzubinden. Dieses Mobilitätskonzept klärt die Einstufung der Brücke: Nah- oder Fernverkehr oder überflüssig.

Dass dieses Mobilitätskonzept dringend erforderlich ist, ergibt sich auch aus den Stellungnahmen von Landesrechnungshof und wissenschaftlichem Dienst des Landtags. Die bestätigen, dass alle Zahlen in den bisher zur Brücke vorgelegten Gutachten nicht nachzuvollziehen und deshalb nicht zu verwenden sind.

Landrat Bröhr und viele Gutachten sagen klar: Fernverkehr. Der hat im Welterbe Oberes Mittelrheintal aber nichts zu suchen.

Jetzt beschließt der Kreistag Rhein-Hunsrück, die Brücke nicht in das Kreis-Straßenprogramm aufzunehmen, dafür aber mit der Raumordnung zu beginnen. Das ROV stellt ein vorklärendes Gutachten zur Beurteilung der Raumverträglichkeit raumbedeutsamer Einzelvorhaben mit überörtlicher Bedeutung dar (z. B. Trassenführung einer Autobahn).

Kurz: Jetzt wird geprüft, ob eine Brücke in den Raum passt, von der nicht klar ist ob sie benötigt wird und wer sie benötigt und wer sie bezahlt. Landrat Bröhr dazu: „Ich möchte nicht, dass meine Kindergärten und Schulen schlecht ausgestattet sind, nur weil wir dieses Ding an der Backe haben“. Aber: Zustimmung zur Raumordnung und Zustimmung zur Ausgabe von bis zu 100.000 € dafür.

Insgesamt wird das ROV knapp eine Mio. € kosten. Allein mit dem Geld ließe sich ein wunderbarer Fährverkehr aufbauen und die Menschen kämen komfortabel über den Rhein.

Auszug Protokoll der Kreistagssitzung RHK vom 12.3.18.

Top 4 - öffentlich

Aufnahme der Mittelrheinbrücke in das Kreisstraßenbauprogramm mit dem Ziel der Realisierung des Bauwerks in der Straßenbaulastträgerschaft des Rhein-Hunsrück-Kreises.

Kurzbeschluss vom 12.03.2018 Der Kreistag lehnt die Aufnahme einer kommunalen Mittelrheinbrücke in das Kreistraßenbauprogramm einstimmig ab.

Top 5 - öffentlich

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD, Freie Wähler Rhein-Hunsrück e.V. und FDP „Einleiten eines Raumordnungsverfahrens zum Bau der Mittelrheinbrücke“.

Kurzbeschluss vom 12.03.2018 Der Kreistag beschließt folgenden abgeänderten Antrag:

  1. Der Rhein-Hunsrück-Kreis begrüßt grundsätzlich das Einleiten eines Raumordnungsverfahrens zum Bau einer Mittelrheinbrücke bei St. Goar.
  2. Der Rhein-Hunsrück-Kreis erklärt seine Bereitschaft zu einer gemeinsamen Antragstellung zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz und dem Rhein-Lahn-Kreis. Diese Bereitschaft des Rhein-Hunsrück-Kreises zur gemeinsamen Antragstellung erfolgt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unabhängig von der damit nicht präjudizierten Frage der Trägerschaft der Straßenbaulast der Mittelrheinbrücke.
  3. Der Rhein-Hunsrück-Kreis beteiligt sich als einer der Antragsteller des Raumordnungsverfahrens an den dortigen Verfahrenskosten falls erforderlich mit bis zu 100.000 EUR. Die im Haushalt 2018 hierfür eingestellten Mittel werden freigegeben.
  4. Entscheidungen zum weitergehenden Vorgehen des Rhein-Hunsrück-Kreises, insbesondere nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens, bleiben einer Entscheidung des Kreistages vorbehalten.

BI Rheinpassagen

Montag, 12. März 2018

Mittelrheinbrücke - letzter Baustein

Der Kreistag des Rhein-Hunsrück-Kreises hat sich entschieden, mit den Planungen für die umstrittene Mittelrheinbrücke zu beginnen. Als kommunaler Träger will der Kreis aber nicht fungieren. Die Mittelrheinbrücke solle eine Landesbrücke werden.

Quelle: SWR Aktuell Stand: 12.3.2018, 17.39 Uhr

Loreleylied

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
daß ich jetzt im Käfig bin.
Ein Planer aus neuen Zeiten
zerstört nur meinen Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt
und traurig fließet der Rhein.
Er weiß schon genau, wie man munkelt,
von Avantgarde-Design.

Es ist schon Jahrhunderte her,
daß ich die Menschen betört,
Doch durch den politischen Willen
wird meine Schönheit zerstört.
An meinen Felsen zerschellen
die Wogen des mächtigen Rhein.
Doch kriegen die Planer ihr'n Willen
wird Disneyland übrig sein.

Ich habe auch gerne Besucher
und lade sie recht herzlich ein.
Sie sollen von Fels, Wald und Wasser
gar fein bezaubert sein.
Anstatt Beton, Stahl und Käfig
möchte ich ein natürliches Heim.
Dann wird mein Gipfel funkeln
im Abendsonnenschein.

frei nach Heinrich Heine © Januar 1993 BUND Ortsgruppe Nastätten

Dienstag, 6. März 2018

Luftreinhaltung: Umweltverbände fordern mehr Schienenverkehr im Raum Koblenz

BUND, ProBahn und VCD fordern die Stadt Koblenz auf, die stillgelegte Bahnstrecke Koblenz - Güterverkehrszentrum zu sichern sowie einen Personen- und Güterverkehr einzurichten.

Koblenz, 06. März 2018. Hauptverursacher der kritischen Stickstoffdioxidbelastung sind Dieselfahrzeuge. Hier stehen - zu Recht - die inzwischen stark verbreiteten Diesel-Pkw im Blickpunkt. Die Umweltverbände lenken den Blick auch auf den stark gestiegenen und weiter wachsenden Lkw-Verkehr. Täglich fahren mehrere Tausende Lastzüge durch und nach Koblenz. Die Stadt Koblenz muss dringend Maßnahmen ergreifen, um die Luft langfristig zu verbessern. „Der Kfz-Verkehr muss daher reduziert werden, wo immer es möglich ist“, fordert Egbert Bialk, BUND-Regionalbeauftragter Koblenz. Neben mehr Rad- und Busverkehr soll der Eisenbahn weitere Bedeutung zukommen.

Die Verbände appellieren an die Stadt Koblenz und die kommunalpolitischen Mandatsträger/innen, eine möglichst flächenhafte Schienenanbindung sicherzustellen. „Es geht zuallererst darum, den Bestand zu erhalten, damit eine Wiederinbetriebnahme möglich bleibt“, erläutert Martin Mendel, stellvertretender Landesvorsitzender des Fahrgastverbands ProBahn. Hier hat aber die Stadtverwaltung genau das Gegenteil zum Ziel: Sie will die stillgelegte Strecke Koblenz - Metternich - Rübenach - Bassenheim rechtlich „freistellen“, d.h. entwidmen. „Damit entfällt aber die Möglichkeit einer Wiederinbetriebnahme, selbst wenn die Stecke weiterhin komplett im Stadteigentum bleiben würde“, erklärt Mendel. Sobald die Strecke entwidmet ist, werden wahrscheinlich Teilabschnitte an Anlieger verkauft. „Auch wenn das wider Erwarten unterbleiben sollte: Nach der Entwidmung würde eine Reaktivierung sehr aufwändig und sehr viel teurer als bei einer Beibehaltung des aktuellen Rechtsstatus einer Bahnanlage“, mahnt Dr. Rolf Bartholmae vom Ökologischen Verkehrsclub VCD in Richtung Politik.

An dieser Strecke liegen große Gewerbebetriebe, z.B. Amazon, Lidl, Griesson, Ikea, Rheinzeitung- Druckhaus, die bisher ausschließlich per Lkw angefahren werden und zukünftig mit der Bahn beliefert werden könnten. Es gibt Zusagen von Bund und Land aus dem Jahr 1991, das „Güterverkehrszentrum“ an der A 61 mit der Bahn zu erschließen, also großzügig zu finanzieren. Die Finanzierung wurde der Stadt Koblenz als Entschädigung für die teilweise erfolgte Auslagerung von ICE-Linien auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt - Köln zugesagt. „Dass Geld weiterhin bereit liegt, hat Staatssekretär Andy Becht kürzlich dem VCD in Mainz noch bestätigt“, ergänzt Bartholmae.

Koblenz muss alles tun, diese Bahnanbindung sicherzustellen und möglichst auch für den Güterverkehr und den Personenverkehr zu reaktivieren. Egbert Bialk (BUND) weist darauf hin, dass die Rübenacher und Metternicher in einer knappen Viertelstunde mit der Bahn bis zum Haltepunkt Koblenz-Stadtmitte fahren könnten. „Die angestrebte Entwidmung geht völlig in die falsche Richtung und muss daher aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes unterbleiben“, so Bialk weiter. Der von vielen Anwohnern gewünschte Radweg soll natürlich dennoch kommen, jedoch nicht auf der Bahntrasse. Rolf Bartolomae vom VCD erläutert: „Beispielsweise als Verbindung über vorhandene Wirtschaftswege ist der Radweg deutlich günstiger und schneller umzusetzen, als auf der Bahntrasse. Ein Entwidmungsverfahren kann außerdem Jahrzehnte dauern, wie die Prümer leidlich erfahren müssen.“

Rückfragen und Interview-Wünsche
Dr. Rolf Bartholomae, Vorsitzender VCD Mittelrhein • Fon: 0261/97353840 • mittelrhein@vcd.org
Egbert Bialk, Regionalbeauftragter BUND Koblenz – Fon: 0261/94249638 oder 015786257149 - e.bialk@t-online.de

Sonntag, 4. März 2018

Schluss mit Romantik: Eine Rheinbrücke bedroht die Loreley und den Welterbetitel

Interessanter Artikel aus der FAZ von 2008

Welcher Teufel mag rheinische Lokalpolitiker geritten haben, mitten im Dresdner Brückenstreit die Pläne für eine Brücke an der Loreley hervorzukramen? Oder war es Unbedarftheit? Wenn zwei reife Kölnerinnen in Jörg Pilawas populärem Fernseh-Quiz lange grübeln, ob Kaiser Augustus, König Herodes oder ein ominöser Pontius Pilatus zum Sprichwort "Hände in Unschuld waschen" gehöre, wenn also Fundamentalkenntnisse unserer Kultur abhandengekommen sind, was außer Werbung sollen da Politiker in St. Goar und St. Goarshausen noch mit dem Begriff "Kernlandschaft der deutschen Romantik" verbinden?

Zwischen den beiden Städtchen im "Oberen Mittelrheintal", das die UNESCO 2002 zum Weltkulturerbe erklärte, soll die immer wieder einmal geforderte "Rheinquerung" erfolgen; mit einer 40 Millionen Euro teuren Brücke oder einem fast doppelt so teuren Tunnel. Wirtschaftliche Erfordernisse werden angeführt. Als wäre nicht schon haarsträubend oft bewiesen worden, welchen Schaden Bauen unter dem Diktat kurzfristiger Wirtschaftsinteressen anrichtet: Heere von Baudenkmälern und ganze Landschaften haben der Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder im Namen der Wirtschaftlichkeit und Verkehrstüchtigkeit vernichtet. Die Schrecken gipfelten Anfang der sechziger Jahre im Abriss des "Wirtshauses im Spessart" bei Rohrbrunn, das die Novelle des Romantikers Wilhem Hauff unsterblich gemacht hatte zugunsten einer Autobahn - und 1980 in Idar-Obersteinin der Zubetonierung der Nahe, an deren Ufern es gewachsen war.

Nun also die Loreley, die man für so unantastbar hielt wie das Elbtal.Gilt der Dresdner Titel als Kompromiss, der die Landschaft einbegreift, weil die Stadt in Folge ihrer Zerstörung 1945 nicht als Gesamtes ausgezeichnet werden konnte, so ist das mittlere Rheintal eine Kulturlandschaft im buchstäblichen Sinn. Welterbe wurde sie wegen der Verschmelzung von Kultur mit Natur, historischen Bauten und Burgruinen mit den von Steilfelsen und Rebhängen umsäumten Schleifen des Stroms, der hier atemberaubende Panoramen schaffend durch das Gebirge bricht.

Hundert brückenfreie Kilometer Rheinstrecke, ein vergleichseise winziger Abschnitt zwischen Mainz und Koblenz - als die UNESCO den Titel verlieh hatte die deutsche Sektion der Debkmalpfleger von Icomos sie, aber auch die Anlieger darauf hingewiesen, dass dieser Zustand bewahrt werden müsse. Kommunalpolitiker, die 2002 jubelten und nun eine Brücke fordern, wissen also, was sie tun. Trotzdem sei ihnen gesagt: Wer an der Loreley eine Brücke baut, verhält sich wie jemand, der die berühmten Loreley-Gemälde von Begas und Steinle mit der Axt bearbeitet.

Beim brückenlosen "Herz der Romantik", so protestiert nun Icomos-Direktor Michael Petzet zähle "der Fährbetrieb zum Charakter der Kulturlandschaft". Er solle, wolle man nicht den UNESCO-Titel verlieren, ausgebaut werden. Inzwischen hat auch der Deutsche Kulturrat reagiert: "Der Titel Weltkulturerbe", so sein Geschäftsführer Olaf Zimmermann, ist mehr als ein touristisches Gütesiegel. Er zeichnet eine Region oder Kulturstätte als dauerhaft bewahrenswert aus. Daraus ergibt sich eine unvergängliche Verpflichtung. Das Beispiel Dresden zeigt, dass leider nicht immer mit der notwendigen Sensibilität (damit) umgegangen wird."

Doch auch die Verteidiger des Mittelrheintals drehen sich im Teufelskreis. Hält doch Michael Petzet den Brückenfreunden entgegen, dass die Ernennung zum Weltkulturerbe für das Mittelrheintal auch "eine außerordentliche wirtschaftliche Bedeutung hat". Ein Wettrennen um größere Wachstumszahlen und höhere Profitraten? Wer da den kleinen Finger reicht, riskiert die Hand. Nein, die Loreley und das Mittelrheintal sind vorrangig eine Kulturlandschaft, die, wie uns die Romantik gezeigt hat, in ihrer Brückenlosigkeit ein jedermann verständliches und berührendes Symbol für die Macht der Natur und des Schicksals darstellt. Hier müssten Wirtschaftlichkeitsfanatiker schweigen.

Doch daran zu glauben hieße die "Blaue Blume" für bare Münze zu nehmen: Noch nie, außer 1964, als eine Schnellstraße bei Eltville auch dank flammender Appelle von Karl Korn in dieser Zeitung verhindert wurde, hat man die Strangulierung des Rheins durch Straßen, Gleistrassen und Brücken aufhalten können. Am Ende dürfte es so kommen wie in Dresden. Eine Brücke verstümmelt die Kulturlandschaft - und alle waschen ihre Hände in Unschuld.

Quelle: FAZ vom 24.01.2008 Dieter Bartetzko

Freitag, 2. März 2018

RZ CDU-Bürgermeister trommeln für die Landesbrücke

Leserbrief zum Artikel der RZ Kreis Altenkirchen vom Mittwoch, 28. Februar 2018, Seite 3

Gemeinsames überbrücken

Bevor der Rhein-Hunsrück-Kreis als Kostenträger für eine Brücke heute und in der Zukunft herangezogen werden kann, ist die Kernfrage zu klären: Ist die Brücke regional oder überregional. Es geht um sehr viel Geld: Bis zum Jahr 2009 wurden für das reine Brückenbauwerk 40 Mio. - € und zusätzlich 20 Mio. - € Baunebenkosten genannt. Bei einem möglichen Fertigstellungstermin im Jahr 2031 ist demnach von mindestens 100 Mio. - € auszugehen.

Die Regierungsparteien des Landes, SPD, FDP und Grüne, haben im Koalitionsvertrag festgeschrieben: „Die Planung einer Mittelrheinbrücke als welterbeverträgliches, kommunales Verkehrsprojekt wird wieder aufgenommen. Diese Planung ist eingebunden in die Entwicklung eines regionalen Mobilitätskonzeptes“.

Brückenplanung und die Entwicklung eines regionalen Mobilitätskonzeptes sind nach dem Willen der Koalition eng verbunden. Der Verkehrsbedarf der Menschen am Rhein ist zu analysieren, um dann die Verkehrsabläufe danach auszurichten und zu verbessern. Wie die Menschen zukünftig über den Rhein kommen wird damit geklärt werden: Nur noch über die eine Brücke? Wer kein Auto hat also gar nicht mehr? Schüler zu ihren Schulen, Menschen ins Krankenhaus, Verwandtenbesuche alles vorbei? Wie kommen die 200 Schüler täglich von der linken Rheinseite ins Gymnasium in St. Goarshausen und von der rechten Rheinseite in die Bopparder Schulen? Im Moment steht fest: Gar nicht. Denn alle Fährbetriebe hören mit einem Brückenbau aus wirtschaftlichen Gründen auf. Das entsprechende Schreiben der Fährbetreiber an die Landesregierung wird gehütet wie ein Staatsgeheimnis.

Bisher wird lediglich behauptet, dass eine Brücke zu bauen ist. Egal für was. Es zeichnet Landrat Bröhr aus, dass er vorab genau wissen will, ob Kosten in welcher Höhe für den Kreishaushalt anfallen und ob er sich das leisten kann, oder ist es der Haushalt des Landes. Letztlich finanzieren die Städte und Gemeinden die Haushalte, auch den Kreishaushalt. Allein deshalb sollten sie parteiübergreifend ihr Interesse an dem Mobilitätskonzept und an der Kostenaufklärung anmelden.

Die Koalitionsparteien sind alle auch in den Kreistagen vertreten. Insofern wäre Landrat Bröhr auch von allen Parteien zu unterstützen, um diese Frage abschließend zu klären. Nur die Freien Wähler dürften hier auszunehmen sein, sie müssen den Koalitionsvertrag nicht lesen. Dennoch könnten auch sie endlich einmal sagen, wie viel Geld sie auch für überregionalen Verkehr im Mittelrheintal aus den Kreiskassen nehmen werden.

Klaus Thomas
Bürgerinitiative Rheinpassagen
Boppard, 2. März 2018

Mittwoch, 28. Februar 2018

Häusener Kran - Workshop zur Gestaltung des Rheinvorgeländes

PM Förderverein Häusener Kran e.V.

Am 19. und 20. Februar fand in den Räumen des "Alten Rathauses" in St. Goarshausen ein Workshop statt, dessen Ziel es war, für die Gestaltung des Rheinvorgeländes am südlichen Stadtrand Ideen zu sammeln.

Hochrangige Sachverständige der ADD Trier, der SGD Nord, der GdkE und der Unteren Landesdenkmalpflege, sowie Vetreter der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, des Zweckverbandes Oberes Mittelrheintal, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, des Landesbetriebes Mobilität, der Fa.Rhenus, der Verbandsgemeinde Loreley, der Stadt St. Goarshausen, des Fördervereins "Häusener Kran" e.V. und verschiedener Planungsbüros wogen das Für und Wieder der durchaus unterschiedlichen Ansichten über das künftige Aussehen des Areals rund um den "Häusener Kran" ab.

Es wurde geplant, lediglich eine Reihe von Parkplätzen für die Anwohner zu schaffen. Von der Einrichtung von Standplätzen für Wohnmobile wurde Abstand genommen, da die erforderliche Infrastruktur nicht vorhanden sei und deren Anlegung in keinem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen stünde. Ansonsten wurde favorisiert, das Gelände als Landschaftspark zu gestalten, der nicht nur die Menschen zum Verweilen einlädt, sondern auch dem Auge etwas bietet.

Dankenswerterweise verzichtet die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung auf ihr ursprüngliches Vorhaben, direkt vor dem Kran mit in den Fluss geschlagenen Dalben einen Liegeplatz für havarierte Schiffe und auf der Freifläche einen Lagerplatz für entladene Container einzurichten. Dieses hätte einen massiven Störfaktor im Stadtbild und in der Blickachse zur Loreley dargestellt.

Was den Förderverein natürlich besonders freut, ist, dass durch diese Änderung in den Plänen der WSV die Kranbahn nun in vollem Umfang erhalten bleiben kann. Vorgeschlagen wurde, auf ihr die zum Kran gehörenden Greifer und Mulden wie ein kleines Freilichtmuseum zu arrangieren. Zum anderen wurde angedacht, auf den vorhandenen Gleisen verschiebbare Liegestühle zu installieren, eine schöne Idee und Einladung an alle Sonnenanbeter, dieses mit viel Liebe gestaltete Gelände dann auch zu nutzen.

Der Förderverein ist hocherfreut, in den nun zusammengetragenen Gestaltungsplänen einen Großteil seiner eigenen Vorstellungen verwirklicht zu sehen.

Der Kran selbst soll bis Ende des Jahres fertig renoviert sein und wird dann zu einem attraktiven Pluspunkt im Stadtbild.

So kommt hoffentlich zu einem guten Ende, wofür der Förderverein nunmehr 18 Jahre gearbeitet hat, hartnäckig am Ball geblieben ist und mit vielen Institutionen und Behörden so manchen Kampf ausgefochten hat.

gez. der Vorstand

Dienstag, 27. Februar 2018

Leserbrief - Der Bahnlärm muss weg

Die Höchstbelastung der Bahnstrecken am Mittelrhein ist allen Verantwortlichen von Bahn und Politik bestens bekannt. Dennoch und trotz des Wissens von der weiteren Zunahme des Güterverkehrs hat der Bund dem Welterbetal die wohl letzte Hoffnung zur Reduzierung des Schienenlärms genommen: Die Elbtrasse ist wichtiger, so steht es jetzt im Bundesverkehrswegeplan 2030. Von einer Neubaustrecke am Rhein darf von nun an nicht einmal mehr geträumt werden.

Was nun? Zuschauen, wie das Tal dem Verkehr geopfert wird? Die Entscheidung des Bundes zeigt, dass nur eigenes, mutiges. Handeln des Landes das noch abmildern oder verhindern kann. RLP muss selbst Geld in die Hand nehmen und für eine bessere Lebensqualität der Menschen hier einsetzen.

Beispiel 1: Eine Brücke über den Mittelrhein wird die Autobahnen verbinden und geschätzt täglich etwa 5000 Kfz aufnehmen. Statt noch mehr Verkehr zu erzeugen ist die Riesensumme von mindestens 100 Mio. € zum Brückenbau in Lärm-Schutzmaßnahmen zu investieren. Das führt verlässlich zur Lärmreduzierung und zu mehr Lebensqualität für alle Bewohner des Tals.

Beispiel 2: Es ist unbestritten, dass Nachtfahrverbote und Geschwindigkeitsreduzierungen für laute Züge zulässig sind. Warum werden nicht mindestens die unerträglich lauten „Lärmkarren“ sofort aus den Zügen genommen? Messstationen und zuständige Behörden sind da. Also Mut zeigen und umsetzen! Bei Pkw geht das doch auch!

„Der Bahnlärm muss weg“ bleibt ohne eigenes Handeln ein leerer Satz. Hilfloses Kopfschütteln bewirkt nichts. Also auch unkonventionelle Maßnahmen anfassen und umsetzen.

Klaus Thomas. Boppard

Montag, 19. Februar 2018

Workshop Umfeldgestaltung Häusener Kran

Das Plangebiet des Häusener Krans

Die Zukunft des Häusener Krans

Im 101-ten Jahr seiner Existenz kann die Sanierung des Häusener Krans durch die Firma Rhenus in 2018 endlich beginnen.

Die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, die auch für die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie zur BUGA 2031 verantwortlich ist wird den Kran nach erfolgter Restaurierung durch die Rhenus übernehmen.

Umfeldgestaltung des Häusener Krans

Heute und morgen findet im "Alten Rauthaus" von St. Goarshausen ein Workshop zur Umfeldgestaltung des Häusener Krans statt. Vertreter

  • des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal
  • des Fördervereins Häusener Kran e.V.
  • der Entwicklungsagentur RLP
  • der ADD
  • der Stadt St. Goarshausen
  • der Rhenus
  • der VG Loreley
  • des WSA Bingen
  • der Landesdenkmalpflege
  • des LBM
  • der SGD Nord und
  • namhafte Landschaftsarchitekten

trafen sich heute morgen um 10h im Alten Rathaus - neben der LoreleyInfo Redaktion.

Ortsbesichtigung Umfeld Häusener Kran

Um 11:30h starteten die Teilnehmer zur Besichtigung des Hafenareals.

Anregungen des Fördervereins Häusener Kran e.V.

Der Förderverein Häusener Kran e.V. kümmert sich seit Jahren um den Erhalt bzw. die Restaurierung des Häusener Krans. Für den Verein sind folgende Aspekte von besonderer Relevanz

  1. Das Rheinvorgelände, als 'Visitenkarte' von St. Goarshausen von der Loreley kommend, wird durch das Industriedenkmal "Häusener Kran" dominiert. Da verschiedene Interessen die Gestaltung des Geländes beeinflussen, muss entsprechend behutsam vorgegangen werden.
  2. Prinzipiell schlägt der Förderverein die Gestaltung in Form eines Landschaftsparks mit Terrassierungsmöglichkeiten vor. Das Gelände sollte möglichst offen bleiben - wenig Versiegelung.
  3. Kran, Kranbahn und Zubehör bilden ein denkmalgeschütztes Ensemble. Eingebettet in eine ansprechende Gestaltung der Flächen können die Zubehörteile wie ein anschauliches Freilichtmuseum im Gelände erhalten oder um den Kran ansprechend präsentiert werden.
  4. Es sollen landschaftstypische Materialien wie Schiefer, Basalt, Kies und Holz zum Einsatz kommen.
  5. Im Gelände sollen Vorkehrungen für Lichtinstallationen aller Art getroffen werden.
  6. Der Förderverein benötigt mindestens eine Aktionsfläche im Schwenkbereich des Krans auf der Kranbahn plus 5m Sicherheitsabstand. Die Zufahrtsmöglichkeit zur Aktionsfläche muss gewährleistet sein.
  7. Eine weitere Aktionsfläche sollte im Bereich des Pumpenhauses entstehen.
  8. Falls Teile der Kranbahn aufgefüllt werden, müssen Löcher für Bodenhülsen vorgesehen werden damit bei Veranstaltungen Absperrgitter montiert werden können.

Samstag, 17. Februar 2018

RockFels Open Air Loreley

RockFels 2018 auf dem Loreley Felsen - die Sage geht weiter!
Letzte Bandwelle komplettiert das Line-Up!

STICK TO YOUR GUNS: Das ist purer US-amerikanischer Hardcore, gewürzt mit einer saftigen Prise Metal. Die Combo um Sänger Jesse Barnet transportiert einen tiefgründigen, groovigen Sound mit einer solch enormen, beispiellosen Wut und Emotionalität, dass ihre Musik weit über die US-amerikanischen Grenzen hinaus Bekanntheit erlangen konnte. Das aktuelle Album "True View" erreichte sogar in Deutschland einen großartigen Platz 16 und die großen Bühnen Europas sind für STICK TO YOUR GUNS längst ein zweites Zuhause geworden.

LACUNA COIL gehören zur Speerspitze des "Female-Fronted" Metal und sind eine Referenz in ihrem Metier. Mit über 2 Millionen verkauften Tonträgern gehören sie außerdem zu einer der erfolgreichsten Bands ihrer Plattenfirma Century Media. Bahnbrechende Alben wie "Karmacode" verhalfen Lacuna Coil zu weltweiter Bekanntheit und mittlerweile blickt die Band um Cristina Scabbia auf acht Studioalben zurück, zuletzt erschien "Delirium", das ihnen in Deutschland ihre höchste Chartbelegung einspielte.

FREEDOM CALL: Waschechter Powermetal aus dem Frankenland! In diesem Jahr gibt es die Band bereits seit 20 Jahren und die Historie der Mannen um Chris Bay umfasst neun imposante Studioalben und zahlreiche Live-Alben. Die Powermetaller spielen große Lieder über Themen aus Fantasy - aber auch Songs über reale Figuren, wie etwa Ludwig II. von Bayern, sind keine Seltenheit.

Mit ORPHANED LAND tritt eine Band die weite Reise aus Israel in Richtung Loreley an: Seit 1991 spielt das Sextett eine unerreicht hochqualitative Mischung aus Doommetal und orientalischen Folklore-Einflüssen - mit großem Erfolg! ORPHANED LAND gastierten bereits auf vielen Bühnen rund um den Globus und werden ihrer langen Reisen nicht müde.

In mittlerweile über 10 Jahren Bandgeschichte haben sich die Jungs von DIABLO BLVD aus Belgien einen ganz eigenen Stil geschaffen, der in keine Schublade so richtig passen möchte. Musikalisch zwischen Heavy Metal, Industrial und Hardrock angesiedelt, tourt die Combo um den Sänger Alex Agnew, der schon als Kabarettist große Bekanntheit erlangte, seit 2005 rund um die Weltgeschichte.

Weiterhin bestätigt sind außerdem: AMORPHIS, KATAKLYSM, ORDEN OGAN, BATTLE BEAST, GLORYHAMMER, THE NEW ROSES, GRAVE DIGGER und ANY GIVEN DAY.

Für besondere Momente rundet das Veranstalter-Team zudem täglich den Abend mit einem Special Guest ab - an allen drei Tagen wird jeweils eine hochkarätige Tribute-Band den Abend abschließen. Mit MOTÖRHAZE halten bekannte Gesichter Einzug ins Line-Up - bereits 2017 haben die Jungs um Hans Haberkorn bewiesen, dass sie Lemmy alle Ehre machen. STAHLZEIT liefern die wohl spektakulärste Rammstein-Tribute-Show, während BAROCK - THE AC/DC TRIBUTE SHOW mit allen Details und Facetten ein perfektes Set von "Thunderstuck" bis "Shoot To Thrill" servieren werden!

Ob die historische Spielstätte, ein ausgewogenes Line-Up oder ein fröhlicher Weihnachtsmann, der auf dem Gelände für strahlende Gesichter sorgt: Das RockFels Festival ist ein absolutes Unikat und wartet auch 2018 wieder mit Herzblut auf.

Sichern Sie sich jetzt die Tickets für RockFels 2018!

21. - 23.06.2017 - Sankt Goarshausen

Tickets

Ticket-Hotline 0180 6050400

(0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt aus den Mobilfunknetzen)

AD ticket Gutschein: Das perfekte Geschenk

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Reservix GmbH
Kaiserstraße 69
60329 Frankfurt am Main
Kontakt
T +49 69 407 662 0
F +49 69 407 662 50
info@adticket.de
https://www.adticket.de
Sitz der Gesellschaft
Freiburg im Breisgau
Amtsgericht Freiburg
HRB 700054
USt.-IdNr. DE814269842
Geschäftsführung Johannes Güntert, Helge Hollander, Katrin Stahlberg, Johannes Tolle

Bei Fragen, Anmerkungen oder für Bestellungen wenden Sie sich bitte an kunden@adticket.de.

Sonntag, 28. Januar 2018

Mittwoch, 24. Januar 2018

Lärmaktionsplanung Schiene - Phase II

Mit dieser Nachricht möchte das Eisenbahn-Bundesamt Sie informieren, dass die 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung heute, am 24. Januar 2018 gestartet ist. Ab sofort erreichen Sie den aktuellen Beteiligungsdialog unter der bekannten Adresse www.laermaktionsplanung-schiene.de.

In der 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung können Sie dem Eisenbahn-Bundesamt eine Resonanz zu der 1. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, dem bereits veröffentlichten Lärmaktionsplan Teil A und bereits vorhandenen Lärmminderungsmaßnahmen geben.

Der Teil A des Lärmaktionsplanes ist weiterhin im Internet über die Informations- und Beteiligungsplattform www.laermaktionsplanung-schiene.de oder direkt unter dem folgenden Link abrufbar: www.eba.bund.de/lap.
Auf Wunsch ist er auch in gedruckter Form erhältlich.

Fragen können Sie gerne auch an das Eisenbahn-Bundesamt unter lap@eba.bund.de richten.

Betriebszeiten der Fähren im Oberen Mittelrheintal

Auf der Seite des Fährbund Mittelrhein finden Sie die aktuellen Betriebszeiten der Fähren im Welterbe Oberes Mittelrheintal. Hier stehen Ihnen auch die nötigen Infos während der Hochwasser zur Verfügung.

Fähre Filsen - Boppard »

Fähre St. Goarshausen - St. Goar »

Fähre Kaub - Engelsburg »

Fähre Lorch - Niederheimbach »

Fähre Rüdesheim - Bingen »

Fähre Oestrich-Winkel- Ingelheim »

Dienstag, 23. Januar 2018

Großes Hochwasser am Rhein

Donnerstag, 18. Januar 2018

Närrische Kappensitzung - KV Gäsevertelche 1905 E.V.

20.01.2018 St. Goarshausen

Nur dabei sein macht Spaß!

Narrenfahrplan

20.01.2018
Närrische Kappensitzung
in der 113 ten Kampagne
Einlass 18:00h / Beginn 19:11h

10.02.2018
Fastnachtsumzug anschließend Schwoof in der Halle

Samstag, 13. Januar 2018

Lärmaktionsplanung Schiene

Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Teil A des Lärmaktionsplanes unter Beteiligung der Öffentlichkeit fertiggestellt. Insgesamt sind in der ersten Phase ca. 38.000 Beteiligungen eingegangen. Das Dokument ist im Internet über die Informations- und Beteiligungsplattform www.laermaktionsplanung-schiene.de erreichbar oder direkt unter dem folgenden Link abrufbar: www.eba.bund.de/lap

Auf Wunsch ist es auch in gedruckter Form erhältlich.

Am 24. Januar 2018 beginnt die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung. Bis zum 7. März 2018 wird die Öffentlichkeit die Gelegenheit haben, sich an der Überprüfung des Lärmaktionsplanes Teil A zu beteiligen. Der daraus hervorgehende Lärmaktionsplan Teil B wird Mitte des Jahres 2018 veröffentlicht. Der Teil A und Teil B ergeben zusammen den Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken.

Fragen können Sie gerne an das Eisenbahn-Bundesamt unter lap@eba.bund.de richten.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung - Zeugen gesucht!

St. Goarshausen

In der Mittagszeit des 05.01.2018 wurde der Rotdorn im Vorgarten des Hauses Burgstraße 6 in 56346 St. Goarshausen gekappt. Die drei vertikalen Leittriebe des Baumes wurden dabei um 2-3 Meter gekürzt.

Große Bäume zu kappen, den Leittrieb und Starkäste ganz zurückzunehmen, ist Baumfrevel. Die Verstümmelung schadet dem Baum durch Verlust an Blattmasse und durch große Wundflächen ungemein. [1]

Der heimische Rotdorn ist ein sehr wertvoller Baum für Singvögel und zahlreiche Insekten. Der Baum war ein schmückendes Element des Kulturdenkmals Burgstraße 6 und diente zudem als Sichtschutz für die Ferienwohnung, die sich in der ersten und zweiten Etage des Hauses befindet.

Der Baumschnitt erfolgte widerrechtlich, unsachgemäß und stellt eine Sachbeschädigung dar.

Ein Mitglied der Altstadtinitiative St. Goarshausen führte diese Maßnahme durch. Nach eigenem Bekunden auf Anweisung.

Ich suche Baumfreunde, die mir bzw. der Polizei den Auftraggeber dieser Aktion nennen können! - Selbstanzeige ist auch möglich!

Die Straftat/Ordnungswidrigkeit wird bei der Polizeiinspektion St. Goarshausen unter dem Aktenzeichen 094001/06012018/1010 geführt.

Herr Baumert, Stadtbürgermeister von St. Goarshausen hat mir mitgeteilt, dass die Stadt St. Goarshausen als Eigentümer des Alten Rathauses keinen Baumschnitt auf meinem Grundstück veranlasst hat.

[1] Fachgerechter Baumschnitt - in Anlehnung an: „Baumschnitt aber wie?“ von Stefan Weiler und Alexander Gottreich, Studienseminar 1997, Leitung: Hansjörg Groenert, www.uni-koblenz.de