Donnerstag, 16. Mai 2019

VRM-Gästeticket

Informationen zum VRM Gästeticket

Wann ist das VRM-Gästeticket gültig?
Das VRM-Gästeticket gilt für die Dauer Ihres Aufenthaltes im VRM.
Es gelten ausschließlich die von Ihrem Gastgeber eingetragenen Daten.

Ist das VRM-Gästeticket übertragbar?
Ihre individuelle VRM-Gästekarte ist nicht übertragbar; nur Sie persönlich dürfen die Vorteile des Tickets während Ihres Aufenthaltes nutzen.

Kann man das VRM-Gästeticket auch kaufen?
Nein, das VRM-Gästeticket kann man nicht kaufen.
Sie können es nur durch Ihren Gastgeber erhalten.

Gibt es sonst noch etwas zu beachten?
Bitte führen Sie das Gästeticket und dieses Infoblatt während Ihres Aufenthaltes immer bei sich – ebenso einen gültigen Lichtbildausweis.

Nutzungsbedingungen Bus & Bahn

Die am VRM-Gästeticket beteiligten Beherbergungsbetriebe innerhalb des VRM-Gebietes halten während Ihres Aufenthaltes einen besonderen Service für Sie bereit! Sie erhalten von Ihrem Beherbergungsbetrieb ein VRM-Gästeticket. Dieses Ticket berechtigt, den öffentlichen Personennahverkehr im Gebiet des VRM unentgeltlich zu benutzen. Pro Person muss ein Gästeticket mitgeführt werden.

  1. Das Gästeticket gilt ausschließlich im ÖPNV des VRM (in Zügen in der 2. Klasse – nicht in IC- oder ICE-Zügen).
  2. Das Gästeticket ist nur vollständig ausgefüllt gültig (Name und Wohnort des Gastes mit An- und Abreisedatum müssen eingetragen sein). Kann der Abreisetag vorab nicht bestimmt werden, trägt Ihr Gastgeber den voraussichtlichen Tag Ihrer Abreise ein. Sollten Sie länger bleiben als vorgesehen, erhalten Sie ein neues Gästeticket.
  3. Nachträgliche Veränderungen auf dem VRM-Gästeticket machen das Ticket als Fahrschein ungültig.
  4. Das Gästeticket gilt für die Personenbeförderung. Die Mitnahme von Fahrrädern ist werktags nach 09.00 Uhr, sonn- und feiertags ganztägig kostenfrei – soweit es die Kapazitäten der Fahrzeuge ermöglichen.
  5. Für die Mitnahme von Tieren gelten die jeweiligen Tarifregelungen des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) – in geschlossenen Boxen ist die Mitnahme kostenlos, ansonsten wäre ein ermäßigter Einzelfahrschein für die entsprechende Reiseweite zusätzlich zu lösen.
  6. Das Gästeticket gilt nur in Verbindung mit einem gültigen amtlichen Lichtbildausweis der Person, die auf dem Gästeticket namentlich benannt ist.
  7. Das Gästeticket ist nicht übertragbar.
  8. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Gastgeber, in den lokalen Tourist-Informationen und im Internet unter www.vrminfo.de.

Bitte beachten Sie diese Bedingungen für das Gästeticket.
Denken Sie auch daran: Beim Verlassen des VRM-Gebietes mit Bus und Bahn müssen Sie ein sog. Anschlussticket lösen. Zur besseren Kenntlichkeit des Gültigkeitsbereiches ist auf Seite 1 ein Schienennetzplan abgedruckt.

Teilnehmende Betriebe

Hier finden Sie die teilnehmenden Betriebe »

Freitag, 26. April 2019

Initiative Baukultur - Straßenraumgestaltung im Welterbe Oberes Mittelrheintal

Historische Orte, Burgen und Weinberge prägen das Obere Mittelrheintal, durch das seit Jahrhunderten eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen dem Mittelmeerraum und Nordeuropa verläuft. Die Anerkennung als UNESCO-Welterbestätte bestätigt den Rang dieser einzigartigen Kulturlandschaft und trägt erheblich zu ihrer Beliebtheit als Reiseziel bei.

Straßen und Plätze als öffentliche Aufenthaltsräume haben einen großen Anteil daran, wie Besucher und Besucherinnen ihren Aufenthalt hier erleben. Deswegen bedarf ihre Gestaltung besonderer Aufmerksamkeit – denn wir alle wollen den Reiz und den Charakter des Mittelrheintals bewahren und pflegen.

Deshalb hat die Initiative Baukultur einen weiteren Leitfaden vorgelegt, der sich speziell mit der ganzheitlichen und regionaltypischen Gestaltung des Straßenraums befasst.

Zum Leitfaden Straßenraumgestaltung im Welterbe Oberes Mittelrheintal »

Quelle: Mathias Samson,Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und Beauf-tragter der Landesregierung für das Welterbe Oberes Mittelrheintal

Montag, 22. April 2019

Festungsleuchten - Ehrenbreitstein

© Elke Greiff-Gossen

Grandiose Vorstellung auf der Festung Ehrenbreitstein!

Samstag, 20. April 2019

Rheinleuchten 2019 - Häusener Kran - rot

© Elke Greiff-Gossen

Heute erstrahlt der Häusener Kran in rot.

Freitag, 19. April 2019

Rheinleuchten 2019 - Häusener Kran - lila

© Elke Greiff-Gossen

Heute mal ganz in lila. Der Häusener Kran zum Rheinleuchten 2019

Donnerstag, 18. April 2019

Häusener Kran - Installation Rheinleuchten 2019

© Elke Greiff-Gossen

 

Heute wurde der Häusener Kran zum letzten Mal vom Verein "Häusener Kran e.V." mit LED's zum Rheinleuchten 2019 bestückt.

Im Mai startet die Restaurierung.

Danach übernimmt ihn die Entwicklungsagentur Rheinland Pfalz. Damit endet die ehrenamtliche Tätigkeit des Kranvereins.

© Elke Greiff-Gossen

 

© Elke Greiff-Gossen

 

© Elke Greiff-Gossen

 

© Elke Greiff-Gossen

 

© Elke Greiff-Gossen

 

© Elke Greiff-Gossen

 

© Elke Greiff-Gossen

 

Mittwoch, 17. April 2019

Zukunft der Mobilität in Rheinland-Pfalz

© Elke Greiff-Gossen

Verkehrswende jetzt! Die Zukunft der Mobilität in Rheinland-Pfalz

Die Landtagsfraktion der GRÜNEN hat heute ihre Zwischenbilanz der Veranstaltungsreihe zur „Zukunft der Mobilität in Rheinland-Pfalz“ vorgestellt. Grundlage dafür ist neben der fundierten fachlichen Auseinandersetzung vor allem ein breiter Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern in verschiedenen rheinland-pfälzischen Städten über knapp ein Jahr hinweg.

Dazu der Fraktionsvorsitzende Dr. Bernhard Braun: „Echter Klimaschutz braucht eine echte Verkehrswende. Luftverschmutzung durch Schadstoffe und Feinstaub, kilometerlange Staus und zugeparkte Innenstädte müssen endlich Vergangenheit sein. Die Verkehrswende ist aber kein Projekt mit klarem Anfang und Ende, sondern ein Prozess, den Politik und Bevölkerung gemeinsam gestalten können. Wir nehmen deshalb den Input von unseren Gesprächen vor Ort gerne mit und haben ihn in unser Positionspapier einfließen lassen.“

Einige Herausforderungen in der Verkehrspolitik unterscheiden sich zwar in Mayen, Wittlich, Landau und Worms, andere Punkte zogen sich wie ein roter Faden durch unsere Veranstaltungen:

  • Mobilität muss leiser und umweltfreundlicher werden.
  • Die Bürgerinnen und Bürger wollen eine bessere Infrastruktur fürs Fahrrad.
  • Die Menschen wünschen sich einen flächendeckenden, gut getakteten ÖPNV bis vor die Haustür.
  • Mobilität wird immer mehr vernetzt gedacht und genutzt.

„Unsere Gespräche haben eines besonders deutlich gemacht: Eine funktionierende Verkehrswende muss ganzheitlich sein. Die Wünsche und Erwartungen der Menschen vor Ort sind dafür genauso wichtig wie die Einschätzungen von Verkehrsexpertinnen und -experten. Nur in der Zusammenschau ergibt sich ein realistisches Bild, welche politischen Weichenstellungen für eine echte Verkehrswende in Rheinland-Pfalz nötig sind“, so die verkehrspolitische Sprecherin Jutta Blatzheim-Roegler.

Um Mobilität klimafreundlich und den Nahverkehr für die Menschen so attraktiv wie möglich zu gestalten, bieten on-demand-Lösungen und autonome Systeme ungeahnte Möglichkeiten. Die rheinland-pfälzische GRÜNEN Fraktion hat deshalb gemeinsam mit anderen GRÜNEN Fraktionen ein Gutachten zum autonomen Fahren im öffentlichen Verkehr erstellen lassen.

Dr. Bernhard Braun: „Die Menschen wollen schnell und bequem ihr Ziel erreichen. Damit das auch ohne eigenes Auto funktioniert, brauchen wir sinnvolle Konzepte. Wir wollen in Zukunft die Möglichkeiten der nachfrageorientierten Mobilität nutzen, um den bestehenden Linienverkehr zu ergänzen. Das kann gelingen, wenn die Politik rechtzeitig die nötigen Weichen stellt. Auf Landesebene heißt das konkret: Wir müssen die gesetzliche Grundlage schaffen, damit neue Lösungen in den ÖPNV integriert werden können.“

PM BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Dienstag, 16. April 2019

Rheinleuchten 2019 - WOM

© Elke Greiff-Gossen

Rheinleuchten: Das ganze Tal in buntem Licht

Lichtkunstfestival im Welterbe – Alle Termine auf einen Blick

Mittelrhein. Das Loreleyplateau wird der Hauptspielort für das Lichtkunstfestival Rheinleuchten sein, das der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) veranstaltet, sein. Zu den Osterfeiertagen von Donnerstag, 18. April, bis Montag, 22. April, gibt es aber eine Vielzahl an weiteren Veranstaltungen zum Thema Licht und Illumination über das ganze Tal verteilt, die einen Besuch lohnen. Hier eine Übersicht:

  • Koblenz
    Das diesjährige Festungsleuchten auf Ehrenbreitstein lädt die Besucher für 18 bis 22. und 26. bis 28. April ein, in die Zeit der Römer abzutauchen. Unter dem Motto „Gegenwart trifft Vergangenheit“ kann man in die Zeit der Römer zurückreisen und sie auf ganz neue Weise erleben. Römische Götter kommen „zu Besuch“, der Weltraum wird erforscht und Geschichten werden neu erzählt. Ein Zusatzeintritt wird nicht erhoben. Die eintrittspflichtige Öffnungszeit verlängert sich bis zum Veranstaltungsende. Die Seilbahn fährt an den Veranstaltungsabenden bis 0.30 Uhr. Weitere Informationen unter www.tor-zum-welterbe.de
  • Lahnstein
    Lichtkunst gibt es auf dem Allerheiligenberg und der Burg Lahneck vom 19 bis 21. April. Das Kloster auf dem Allerheiligenberg wird illuminiert und bereits der Weg zum Kloster wird bis zum Vorplatz in diese Beleuchtung mit einbezogen und in der Klosterkirche fortgesetzt. Die Kirche ist an den drei Abenden bis 22 Uhr geöffnet. Ebenso wird die Burg Lahneck beleuchtet. Von der Lahn aus sichtbar illuminiert, thront die Burg auf ihrem Felsen. Auch der Weg zur Burg wird durch eine bunte Beleuchtung kurzweilig bis 22 Uhr inszeniert. Das Burgrestaurant bietet an allen drei Tagen ein „Rheinleuchten Büffet“ an (16,90 Euro pro Person. Im Kloster Allerheiligenberg findet von 15-17 Uhr eine offene Weinprobe mit rheinischen Leckereien statt. (20 Euro pro Person, Anmeldung unter 02621/ 62 83 497). Das Pilgerstübchen hat ab 15 Uhr geöffnet und verzaubert die Besucher mit einem Abendstimmungsfeuer und am Ostersamstag 20. April mit Live-Musik und regionalen Weinen. Eine Kerzenführung gibt es jeweils am Freitag und am Samstagabend, 19. und 20. April, um 22 Uhr durch die Burg Lahneck. (Preis 14 Euro pro Person. Anmeldung und Karten über die Tourist-Information 02621/ 914 171).
  • Braubach
    Die Marksburg, die Philippsburg und das Obertor werden vom 18. bis 22. April, farbig beleuchtet. Am Karfreitag, 19. April, gibt es ein Menü mit Laternenführung mit dem Braubacher Nachtwächter. Beginn ist um 18 Uhr in der Marksburgschänke auf der Marksburg. Danach geht es durch die dunklen Winkel und Gassen der Braubacher Altstadt. Der Nachtwächter beendet seinen Gang im Winzerkeller des Schlosses Philippsburg mit einem Gläschen Mittelrheinwein (39 Euro pro Person, Anmeldung unter Tel. 02627/971 240. Weitere Infos unter www.marksburg-schaenke.de).
  • Spay
    Pünktlich zum Rheinleuchten wird die neue dauerhafte Beleuchtung der ersten Fachwerkhäuser an der Rheinfront fertiggestellt und weitere Objekte werden illuminiert. Auf einem Spaziergang, der am Boxelöfterplatz am Rheinufer, Höhe Holgertsweg startet, sind einige der beeindruckenden Fachwerkhäuser in neuem Licht zu sehen. Das Ende des Lichtweges wird an der Peterskapelle sein. Am Samstag, 20. April, wird unter dem Motto „Wein und Licht“ der gesamte Spazierweg zusätzlich mit Teelichtern beleuchtet und sowohl am Boxelöfterplatz wie auch an der Peterskapelle wird Wein ausgeschenkt.
  • St.Goar
    Stiftskirche und Burg Rheinfels werden vom 18. bis 22. April farbig beleuchtet. Am 20. April können Besucher das nächtliche St. Goar mit einem Nachtwächter erleben. Treffpunkt der circa zweistündigen Führung ist an der Stiftskirche (9 Euro pro Person, Anmeldung unter 06741/383 in der Touristinformation St. Goar).
  • St.Goarshausen
    Die Ausstellung „Lichter im Erdraum“ ist von 18. bis 22. April zu sehen. Studierende des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz zeigen Werke, die die Raumgegebenheiten des ehemaligen Weinkellers im Rathaus St. Goarshausen aufnehmen und auf spannende Weise widerspiegeln. (1 Euro pro Person, täglich von 17 bis 21 Uhr, Rathaus, Bahnhofstraße 8, Eingang im Hof).
  • Rhens
    Der Königsstuhl, die Rhenser Rheinanlagen, die historische Stadtmauer und die St. Dionysiuskirche leuchten von 18. bis 22. April in farbigem Licht.
  • Reichenberg
    Eine Woche später, am Samstag, 27. April, um 19 Uhr findet „Rheinreisen 554“ auf der Burg Reichenberg statt. Beleuchtung der Kirche und Musik aus 700 Jahren werden von einer Lesung aus Baedeckers zeitgenössischem Reiseführer vervollständigt.
  • Bornich
    Am Samstag, 20. April, steht ab 20 Uhr der Spitznack in Flammen. Die Rheinsteig-Rast auf dem Leiselfeld lädt ein zu Lagerfeuer, Weinprobe und Vesper (23,50 Euro pro Person, Anmeldung unter 06771/1420).
  • Urbar
    Vom 18. bis 22. April wird im Restaurant auf dem Loreley-Blick Maria Ruh „Leuchtendes Themenmenü“ mit brennendem Mittelrheinbrand und faszinierenden Blick auf den Hauptspielort des Rheinleuchtens, das illuminierte Loreley-Plateau, geboten (29 Euro pro Person, weitere Informationen unter www.maria-ruh.de
  • Niederburg
    Vom 18. bis 22. April farbige Beleuchtung der Wahrzeichen in Niederburg.
  • Oberwesel
    Von 18. bis 22. April farbige Beleuchtung der Stadtmauer, der Türme und der Kirchen.
  • Lorch
    In Lorch finden vom 18. bis 22. April gleich mehrere Beleuchtungen statt. So wird die beeindruckende Renaissance-Fassade des Hilchenhauses illuminiert. Lichtkunstinstallationen am Bouleplatz in den Rheinanlagen erzählen Geschichten und die Clemenskapelle hoch über Lorch erstrahlt in schillernden Farben. Auch der Strunk leuchtet und das Logo der Buga 2029 erscheint beleuchtet in den Weinbergen. Am KD-Kiosk werden Besucher an den fünf Abenden bewirtet. Am Donnerstag, 18. April, um 20 Uhr findet der offizielle Start des Rheinleuchtens Lorch am Bouleplatz statt.
  • Niederheimbach
    Farbige Beleuchtung der Hansburg in der Rheinstraße 29 vom 18.bis 22. April.
  • Trechtingshausen
    Die Burg Rheinstein wird an allen Abenden des Rheinleuchtens aufwendig illuminiert. Am Samstag, 20. April, gibt es außerdem einen Lichterabend auf Burg Rheinstein. Nach dem Empfang durch den Burgherrn im Rosengarten gibt es ein Menü im Kerzenschein. Nach dem Hauptgang entführt der Burgherr auf eine Burgführung mit Lichterschein zum Thema Rheinromantik. Süße Leckereien im Burgmuseum runden den Abend ab (49 Euro pro Person, um Anmeldung wird gebeten: info@kleiner-weinprinz.de. Weitere Informationen unter www.burg-rheinstein.de).
  • Rüdesheim
    Verschiedene Spielorte in Rüdesheim werden vom 18. bis 22. April illuminiert, wie die Seilbahn zum Niederwald, die Brömserburg, der Tempel am Niederwald und die Fragmente der Hindenburg-Brücke im Hafenpark.
    • Am Freitag, 19. April, gibt es eine Taschenlampenwanderung zu den Fragmenten der zerstörten Hindenburgbrücke (Führung mit historischem Hintergrund). Start ist um 19.30 Uhr, Treffpunkt an der Tourist-Information. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Taschenlampen sollten mitgebracht werden.
    • Die Romantische Weinwanderung mit Seilbahnfahrt führt am Samstag, 20. April, zum Niederwald. Drei Weine werden verkostet (23,50 Euro pro Person, Start: 19.30 Uhr, Treffpunkt Weindepot QuerfeldWein. Info und Buchung unter www.ruedesheim.de
  • Münster-Sarmsheim
    Von 18. bis 22. April farbige Beleuchtung verschiedener Sehenswürdigkeiten, wie der Stumpfe Turm, die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul und das historische Rathaus. kr

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Dienstag, 16. April 2019, Seite 22

Montag, 15. April 2019

Ich weiß nicht was soll es bedeuten

Boppard, 12. April 2019

Klaus Thomas, Mainzer Str. 55, 56154 Boppard

Frau
Ministerpräsidentin
Malu Dreyer

Staatskanzlei
55028 Mainz

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

am 18. April 2019 eröffnen Sie das umgebaute Loreleyplateau. Das ist ein trauriger Tag. An diesem Tag werden Sie den Mythos „Loreley“, den Inbegriff der Rheinromantik, in ein eigens für sie gefertigtes Betonverlies verbannen.

Dort oben auf dem zentralen Punkt des Welterbes Oberes Mittelrheintal, dem Loreleyfelsen, hat sie gesessen, mit zarter Stimme gesungen und die vorbeifahrenden Männer auf ihren Schiffen bezirzt. Das Urteil der UNESCO lautete im Jahr 2002: Landschaft, Kultur und eben dieser Mythos von der Loreley sind einmalig auf der Welt.

Aufnahme in die Welterbeliste, um diesen einmaligen universellen Wert unbeschädigt an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.

Das Urteil der Bauherren, die das Loreleyplateau jetzt umgebaut haben:

Kerker für die Loreley.

Hinter riesigen Betonwänden wird sie in einem „Mythenraum“ einsitzen und mit einem Lichtblick nach oben in einen geschmacklosen, leuchtenden Kunstkristall noch trauriger als bisher schon singen: Ich weiß nicht was soll es bedeuten.

Im Antrag zur Aufnahme in die Welterbeliste ist der UNESCO berichtet worden: „Das Zusammenwirken von Denkmal- und Naturschutz und das Interesse des Tourismus an einer unbeschädigten Kulturlandschaft haben bisher dazu geführt, dass das Mittelrheintal keine tief greifenden Änderungen erfuhr“. Auf dem Loreleyplateau, dem Herzstück des Welterbes Oberes Mittelrheintal dominiert nun Beton. Überdimensionierte Betonstraßen führen jetzt zur sagenumwobenen Felsspitze, vorbei an einer künstlich geschaffenen Felsspalte, hin zum „Loreleyverlies“ mit einem kitschigen künstlichen „Kristall“, der weithin im Tal und insbesondere von den vielen umliegenden Aussichtspunkten aus sichtbar ist. Dabei hatten die vorab in Auftrag gegebenen Sichtachsenstudien dort keine Bebauung in dieser Höhe zugelassen (Sichtachsenstudie Grotmij vom 5.8.2014), und die UNESCO hat diesem Vorhaben nie ihre Zustimmung gegeben.

Mit Rechtsverordnung vom April 1996 ist das Grabungsschutzgebiet "Eisenzeitliche Ringwallanlage auf dem Plateau des Loreleyfelsens" in der Gemarkung Bornich ausgewiesen: „Schutzzweck ist die Erhaltung der festgestellten eisenzeitlichen Ringwallanlage aus wissenschaftlichen Gründen“.

Das Gebiet der eisenzeitlichen Ringwallanlage ist nun nahezu komplett unter Beton gelegt.

Ebenfalls mit Rechtsverordnung vom April 1996 ist die Loreleybühne als „Denkmalzone Loreley-Freilichtbühne" ausgewiesen. Schutzzweck der Denkmalzone Loreley-Freilichtbühne ist die „Erhaltung und Pflege der Anlage und ihrer Ausstattung aus wissenschaftlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen zur Förderung des geschichtlichen Bewusstseins“.

Diese zu schützende Bühne existiert nicht mehr. Die Bühne ist derart umgebaut, dass sie weit im Rheintal sichtbar ist und mit dem neuen weißen Zeltdach die Umgebung jetzt optisch massiv zerstört. Die „alte“, nach RVO zu schützende Loreleybühne war kleiner und von einem kleinen Wald umgeben, der zum Zwecke des Ausbaus der Bühne jetzt abgeholzt ist. Im Antrag zur Aufnahme in die Welterbeliste ist der Blick von der rechten Hangkante des Rheinufers über die Burg Katz zur Loreley als „Postkartenansicht des Rheintales“ beschrieben. Diese Postkartenansicht gibt es nicht mehr. Das überdimensionale, weiße, für die Landschaft völlig untypische und nach geltendem Recht nicht genehmigungsfähige Zeltdach zerstört diesen Blick.

Die Bauherren beabsichtigen, auf der Südseite des Felsens ein riesiges Hotel mit einer Gesamtfläche von 28.000 m² zu bauen. Auch dieses Hotel wird vom Tal und von den Aussichtspunkten zu sehen sein und den bisher unversehrten Blick auf den Felsen und die geschützte Natur zerstören. Riesige Naturflächen werden mit dem Hotelbau zusätzlich versiegelt, Straßen und Parkplätze für die Kraftfahrzeuge der erwarteten Besucherströme in die Landschaft gebaut.

Selbst in dem jetzt von Ihnen, sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin, zu eröffnenden „Landschaftspark“ dominieren die Betonflächen. Sie können nun selbst prüfen, welche seltenen Tiere und Reptilien dort durch die Baumaßnahmen für immer vertrieben und wie viele Bäume, oder geschützten Pflanzenarten dort auf Dauer verschwunden sind. Als einmalig war die Vielzahl von Falter-Arten beschrieben. Die betonierten Flächen werden sie nie wieder zurückbringen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung wurde nicht vorgenommen.

Seit vielen Jahren sind UNESCO und ICOMOS bemüht, die weitere Entwicklung des Loreleyplateaus am ursprünglich beantragten Interesse an einer unbeschädigten Kulturlandschaft auszurichten. Dennoch ist eine Sommerrodelbahn gebaut worden, die den einzigartigen Charakter der Landschaft zerstört. Dazu ICOMOS 2012: „The Summer Bobsleigh Track on the Loreley Plateau is not compatible with the OUV of the World Heritage property. It considerably alters the cultural landscape. The site is definitely damaged in its authenticity and integrity. It is recommended to refuse the final permit for the Bobsleigh Track”.

Statt Rückbau erfolgt nun der Ausbau: Kinderspielplatz, Picknick und Minigolf.

Abgerundet werden soll der Ausbau des Plateaus noch mit einer Hängebrücke über den Rhein. Planungen dazu gibt es bereits. Dann können zukünftig die (weinenden?) Menschen ihre Autos auf den neuen, betonierten Parkplätzen abstellen, auf frisch mit Betonsteinen ausgelegten Wegen an dem neuen, riesigen Hotel und an der in den Felsen gehauenen Betonschlucht vorbeigehen, hin zu den noch verbliebenen betonierten Aussichtspunkten, um dann hoch über dem Rhein auf den Strom und nach St. Goar hinunterzuschauen, um den unglaublichen Bahnlärm zu verinnerlichen. Sie hören dann die klagende Loreley aus ihrem Betonverlies und können mit einstimmen - ich weiß nicht, was soll es bedeuten. Das „Neue Loreleyspektakel“!

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

die weitere Entwicklung des Felsens bedarf der besonderen Sorgfalt. Alle Veränderungen müssen sich in die Landschaft einfügen, sie ergänzen.

Wir bitten Sie, uns dabei zu unterstützen, dass dem weiteren Ausbau des Loreleyplateaus keine weiteren Naturflächen geopfert werden und den Anforderungen des Welterbes streng Rechnung getragen wird. Das gilt insbesondere für den Hotelbau und für die Hängebrücke. Insbesondere bitten wir Sie aber, sich für den Rückbau der Loreleybühne in den ursprünglich geschützten Zustand einzusetzen. Hier muss der "Postkartenblick“ wieder hergestellt werden.

Wir, die BI Rheinpassagen, der VCD und World Heritage Watch fordern Sie zudem auf, die Belastungen durch Bahnlärm und Erschütterungen umgehend merklich zu verringern, sowie den Fährverkehr, der fünf wichtige Rhein-Querungsmöglichkeiten darstellt und Teil des Welterbes ist, zeitlich auszudehnen und für die Nutzer zu vergünstigen.

Deutschland hat die Verpflichtung übernommen, das Loreleyplateau und das Mittelrheintal für die Weltgemeinschaft zu bewahren. Diese Verpflichtung darf nicht einem temporären Spektakel und kurzfristigen Interessen geopfert werden.

Mit freundlichen Grüßen

für die Bürgerinitiative Rheinpassagen

Klaus Thomas

Otto Schamari, Elke Greiff-Gossen, Hans Sandow, Irmtraud Wahlers, Leo Neydeck, Dr. Heiner Keltsch, Mechtild Feuchtinger, Heinz-Werner Feuchtinger und Christoph Weyrath

für den VCD Mario Pott

für World Heritage Watch

Stephan Dömpke, Vorsitzender

Boppard, 12. April 2019

Bildband zum Loreleyplateau

So sah das mit RVO geschützte Denkmal aus: Die alte Loreleybühne. Der umliegende Wald als Sichtschutz ist abgeholzt.

…und das ist daraus geworden. Die neu gestaltete, nun unübersehbare Bühne, ohne Sichtschutz

Ein Zeltdach im Herzen des Welterbes Oberes Mittelrheintal, die Krönung der Loreleybühne

Niemals werden diese Bäume wieder Sichtschutz herstellen

Der Antrag zur Aufnahme in die Welterbeliste beschreibt den „Postkartenblick“ zum Loreleyfelsen –den gibt es jetzt mit Zeltdach

Baustelle Loreley. Hier gab es einmal seltene Pflanzen und Tiere

Die Smaragdeidechse und viele andere, nur hier vorkommende Tiere oder Pflanzen sind dem Beton geopfert

Die mit RVO geschützte „Eisenzeitliche Ringwallanlage auf dem Plateau des Loreleyfelsens" liegt jetzt unter Beton

Hier lebt nichts mehr –der Weg zur Felskante war unberührter Felsen und bekannt für die vielen Schmetterlinge

Der Höhepunkt: Das Verlies für die Loreley (im Bau). Es zeigt deutlich die erheblichen Eingriffe in die geschützte Natur

UNESCO und ICOMOS fordern den Rückbau der Rodelbahn –jetzt ist sie erweitert: Picknick- und Kinderspielplatz sind neu

Freitag, 12. April 2019

St. Goarshausen - Goethe Saisonstart 13.04.2019

© Elke Greiff-Gossen

Der Tourismus- und Gewerbeverein der Loreleystadt St. Goarshausen lädt zum mittelrheinischen Frühlingsstart alle Interessierten ans Rheinufer ein. Die Saison der "Weißen Flotte" beginnt am Samstag 13. April. Anlass genug die Goethe mit drei Böllerschüssen zu begrüßen.

Der Verein bietet gemeinsam mit den Landsknechten Wein und Likör an.

Automobiles Weltbild

Seit Jahren haben wir in Koblenz immer wieder mal einen Stau. Eigentlich jeden Morgen und jeden Abend. Mal mehr, mal weniger schieben sich die Automassen über die B 9, Rübenacher Straße, Schlachthofstraße, Friedrich-Ebert-Ring, Mosel-Ring et cetera. Und bei der kleinsten Störung, etwa leichter Schneefall, leichter Regen oder kleiner Auffahrunfall, bricht das Verkehrssystem zusammen. Jetzt trifft es uns dick, mehrere Brückenbaustellen, und der Redakteur Volker Schmidt empfiehlt „Ruhe bewahren, Musik hören“. Was soll man auch machen, wenn es keine Alternative zum motorisierten Individualverkehr gibt?

Und die Region hätte Alternativen: die Bahnstrecke Koblenz-Bassenheim für die Pendler aus dem Maifeld. Die Brexbachtalbahn für die Pendler aus dem Westerwald nach Neuwied. Eine Zugverbindung von Neuwied über Engers, Vallendar, Ehrenbreitstein und Horchheim nach Koblenz zum Haltepunkt Verwaltungszentrum. Schienen-Personennahverkehr wird weltweit ausgebaut und ist das leistungsfähige Grundgerüst des ÖPNV. Durchgehende Fahrradwege, von Auto und Fußgänger getrennt wie weltweit üblich, wären auch eine Alternative.

Herr Schmidt hat vermutlich recht: Die Brückenbaumaßnahmen werden beendet sein, da ist noch kein Zug nach Engers gefahren. Man wird versuchen, noch mehr Straßen zu bauen und noch mehr Geld in Verkehrsleitsysteme zu stecken, bevor man auch nur etwas von der Fahrbahn an Fahrräder abgibt oder auch nur eine der genannten Bahntrassen für den ÖPNV eingesetzt wird.

Die versprochene freie Fahrt für freie Bürger bei Fertigstellung der Brückenbaumaßnahmen kann man nur als sehr ironischen Hinweis verstehen. Hat wahrscheinlich aber keiner verstanden, da man in Koblenz ein automobiles Weltbild hat.

Johannes Fuck, Koblenz

Montag, 8. April 2019

Was für eine Blamage für die Stadt Koblenz und das Land Rheinland-Pfalz!

Von Taxiarchos228 - Eigenes Werk, FAL, Link

 
Koblenz und der Region droht der Verkehrskollaps: An allen drei Rheinbrücken – also an der Südbrücke, der Pfaffendorfer Brücke und der Bendorfer Brücke – wird gleichzeitig gearbeitet, auf allen dreien fallen Fahrspuren weg. 65 000 Pendler stehen täglich im Stau.

„Was für eine Blamage“

Was für eine Blamage für die Stadt Koblenz und das Land Rheinland-Pfalz! Koblenz versinkt im Autoblechstau und Abgasen, weil weder vorgesorgt noch miteinander geredet wurde. Der Traum von der angeblich freien Fahrt für freie Bürger durch immer mehr Straßen und Autos für jedermann an jeden Ort, auch mitten rein ins städtische Herz, erweist sich offenkundig als Albtraum. Die aufgeschreckte Stadtspitze will nun Gegenmaßnahmen ergreifen, die zumeist nutzlos sind und nie und nimmer nachhaltige Lösungen bringen. Ein bisschen Seilbahn, ein bisschen Fähre, ein oder zwei provisorische Park-and-ride-Parkplätze, in einem halben Jahr vielleicht eine sanierte dritte Spur und alles sowieso noch nicht in trockenen Tüchern.

Lieber OB, lieber Baudezernent, liebe Stadträte, seien Sie doch angesichts des Verkehrskollapses und der Klimakrise endlich mal mutig! Treffen Sie jetzt, sozusagen mit dem Rücken an der Leitplanke, zukunftsweisende Entscheidungen. Lenken Sie die Pendlerströme gezielt und dauerhaft auf den Umweltverbund. Verdichten Sie jetzt den Nahverkehr und machen Sie ihn preiswert bis kostenlos, bei Bussen und auf der Schiene! Beschleunigen Sie neue Schienenhaltepunkte, warum nicht zunächst provisorisch: Rauental, Horchheim, Oberwerth, Industriegebiet sollten die Ersten sein. Hören Sie auf mit den Plänen, die Bahnstrecke Bassenheim–Rübenach–Lützel zugunsten eines Sanitärbetriebes zu verkaufen, und bauen Sie endlich ein Gleis zum Koblenzer Kreuz. Fahren Sie mal mit der Bahn von Buchholz nach Boppard, der Shuttlezug ist voll, warum nicht auch vom Industriegebiet in die Innenstadt. Park-and-ride-Parkplätze gehören dauerhaft in die Nähe von Amazon, nach Bassenheim-Bahnhof, nach Dieblich/Lay, an die Hunsrückhöhenstraße, an die B 9, B 42 und B 49, an die Fritsch-Kaserne und weitere Einfallstraßen und Bahnhöfe, mit Umstieg zum Minipreis. Machen Sie ernst mit Ihren Radwegehauptlinien. Piktogrammketten sind lächerliche, oft verwirrende und wirkungslose Sparschweine. Wir brauchen jetzt echte Radspuren, die man durchgängig von den Nachbarorten bis in die City befahren kann, ohne sich selbst als Radler und ohne die Fußgänger zu gefährden.

Schaffen Sie endlich ein modernes Ausleihsystem für Räder und E-Roller. Und nehmen Sie stauendes und stillstehendes Blech aus der Innenstadt, statt mit billigen Parkplätzen Autos anzulocken. Für all das muss man im Haushalt auch mal Geld umleiten. Und Verkehrsminister Wissing wird sicher gern helfen.

Egbert Bialk, Leserbrief - Koblenz

Mittwoch, 3. April 2019

Pfaffendorfer Brücke - Vollsperrung 06.04.2019 von 21:45h - 5:30h

Pfaffendorfer Brücke: Eine Nacht gesperrt

Bereits ab heute wird Beschilderung aufgestellt

Koblenz. In der Nacht zum Samstag, 6. April, wird die Pfaffendorfer Brücke von 21.45 bis 5.30 Uhr für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, teilt die Stadt mit. Die Umleitung erfolgt über die Südbrücke und wird ausgeschildert. Das betrifft auch die Linienbusse. Ab Samstagmorgen verläuft der Verkehr auf der Brücke dann für jede Fahrtrichtung nur noch einspurig (wir berichteten). Bereits ab heute, Mittwoch, wird die Beschilderung aufgestellt – sowohl für die nächtliche Vollsperrung wie auch für die nachfolgende Sperrung der jeweils rechten Fahrspuren. Grund für die Vollsperrung sind dringend erforderliche Schweißarbeiten in der Brücke, die keine Schwingungen vertragen. Zugleich wird in der Nacht zum Samstag die Zufahrt von der Emser Straße auf die Brücke für den Kraftfahrzeugverkehr dauerhaft gesperrt. Ab Samstagmorgen verläuft der Verkehr auf der Pfaffendorfer Brücke dann für jede Fahrtrichtung nur noch einspurig. Von all den zu erwartenden starken Behinderungen im Verkehr bleiben nur Radfahrer und Fußgänger auf der Brücke unberührt, teilt die Stadt weiter mit.

RZ Koblenz und Region vom Mittwoch, 3. April 2019, Seite 11

Dienstag, 2. April 2019

Rheinleuchten 2019 - Burg Lahneck und Kapelle

Burg Lahneck und Kapelle leuchten

Von Karfreitag bis Ostersonntag sind Lichtkunst und Rahmenprogramm geplant

Lahnstein. Wenn es am Osterwochenende 19. bis 21. April im Mittelrheintal von Rüdesheim bis Koblenz zum Rheinleuchten kommt, dann erstrahlen auch die Burg Lahneck und die Kapelle Allerheiligenberg in Lahnstein von 20 Uhr bis etwa Mitternacht in einem besonderen Licht. Von Karfreitag bis Ostersonntag beteiligen sich die zwei historischen Stätten und bieten den Besuchern ein buntes Rahmenprogramm.

Neben der Lichtkunst, die an den Gebäuden selbst zu erleben ist, werden auf dem Allerheiligenberg Livemusik, Kulinarisches und ein Nachtfeuer geboten. Die Burg kann freitags und samstags bei einer nächtlichen Kerzenführung erkundet werden. Anmeldungen nimmt die Touristinformation Lahnstein entgegen. Auch das Burgrestaurant ist geöffnet und bietet Überraschungen für den Gaumen.

Ursprünglich war die Veranstaltung für zwei Wochenenden im März geplant. Dementsprechend wurde sie in den Veranstaltungskalender zum Jubiläum der Stadt aufgenommen.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Dienstag, 2. April 2019, Seite 21

Montag, 1. April 2019

Buga 2029 - Budget

Die Buga 2029 hat ein Budget von insgesamt 108,3 Millionen Euro. Davon entfallen auf die Länder Rheinland-Pfalz 48,6 Millionen Euro und Hessen 6,3 Millionen Euro sowie die betroffenen Kommunen 14,4 Millionen Euro.

Zudem plant man mit Einnahmen in Höhe von 39 Millionen Euro.

RZ Frühausgabe vom Montag, 1. April 2019, Seite 9

Samstag, 30. März 2019

B 274 – Vorankündigung - Vollsperrung der Ortsdurchfahrt St. Goarshausen

Die B 274 innerhalb von St. Goarshausen – Nastätter Straße – wird im April 2019 umfangreich saniert.

Die Sanierungsarbeiten hierzu werden ab dem 12.04.2019 beginnen und finden unter Vollsperrung der B 274 statt. Die Sanierungsarbeiten werden in zwei Bauabschnitten erfolgen, so dass die Andienung des REWE-Lebensmittelmarkt jeweils von einer Seite aus gewährleistet werden kann.

Der erste Bauabschnitt findet zwischen der Bundesstraße B 42 - Wellmicher Straße - und der Kreisstraße K 85 in Richtung Nochern statt. Die Andienung des REWE-Lebensmittelmarkt erfolgt hier über den Bahnübergang aus Richtung St. Goarshausen kommend. Während des ersten Bauabschnittes muss die Zuwegung zu den Parkplätzen "Heinrich-Heine-Straße" etc. mit gesperrt werden.

Der erste Bauabschnitt soll demnach vom 12. April 2019 bis 20. April 2019 saniert werden.

Der zweite Bauabschnitt findet zwischen der Zufahrt REWE-Lebensmittelmarkt und Ortsausgang in Richtung Bogel statt. Die Andienung des REWE-Lebensmittelmarkt erfolgt hier wie gewohnt aus Richtung St. Goarshausen kommend, über die Zufahrt zum REWE-Markt.

Der zweite Bauabschnitt soll demnach vom 23. April 2019 bis 30. April 2019 saniert werden.

Die Andienung des REWE-Getränkemarktes kann während dem ersten Bauabschnitt nur über die K 85 aus Richtung Nochern kommend und über die B 274 aus Richtung Bogel kommend angefahren werden. Während dem zweiten Bauabschnitt ist eine Andienung des REWE-Getränkemarktes bautechnisch leider nicht gewährleistet.

Der LBM Diez bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger für die während der Sanierungsarbeiten auftretenden Behinderungen um Verständnis.

LBM

Freitag, 29. März 2019

Fridays for future - act now!

"Warum für eine Zukunft lernen, die es so wahrscheinlich nie geben wird?“ [Greta Thunberg]

Warum streiken? Weil uns die Zeit davon läuft.

Der Klimawandel ist bereits in vielen Teilen der Welt deutlich zu spüren und stellt eine reale Bedrohung für unser aller Zukunft dar. Wir sind die letzte Generation, die noch die Möglichkeit hat, die Folgen der Klimakrise abzuschwächen. Die Treibhausgasemissionen steigen seit Jahren an und wir überziehen unser Ressourcenkonto. Das ist untragbar! Deshalb gehen wir freitags nicht zur Schule oder zur Uni. Wir streiken, bis die Politik handelt!

Unsere Forderungen? Unsere Regierung muss JETZT handeln! Gerade in Bereichen wie Landwirtschaft, Ernährung, Energieerzeugung und Mobilität muss sich etwas tun. Aktuell tagt die Verkehrskommission. Wir fordern die #Verkehrswende! Die Einhaltung der Klimaziele und des 1,5 Grad-Ziels müssen hierbei absolute Priorität haben! Wir setzen auf den ÖPNV, nicht auf die Automobilindustrie! Die Regierung darf unsere Zukunft nicht weiter aufs Spiel setzen!

Sei dabei! Schließ dich uns an und streike für das Klima! Setze mit uns gemeinsam ein Zeichen für eine nachhaltige Klimapolitik und zeige allen, dass wir jetzt handeln müssen!

Spende für uns! Du streikst selber nicht mit, aber möchtest uns unterstützen? Durch eine Spende hilfst du uns, uns in Zukunft noch unabhängiger organisieren zu können! Die Höhe oder die Regelmäßigkeit deiner Spende spielt keine Rolle. Wir können jede Unterstützung gebrauchen! Mehr Informationen und Zahlungsmethoden gibt es unter:www.fridaysforfuture.de/spenden

Aktuelle Streiktermine »

Mittwoch, 27. März 2019

Ende des Bahnlärms am Mittelrhein nicht in Sicht CDU und SPD im Verkehrsausschuss gegen Machbarkeitsstudie

Die FDP-Bundestagsfraktion hat einen Antrag eingebracht, um die Menschen im Mittelrheintal durch eine Alternativtrasse vom Bahnlärm zu entlasten. Zentrale Forderung ist die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing sprach im Parlament über die Lärmbelästigung durch die stark frequentierte Gütertrasse und die Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner. Nach Überweisung des Antrags in den Verkehrsausschuss wurde dieser mit den Stimmen von CDU und SPD abgelehnt, während die Grünen sich enthielten.

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Carina Konrad hat dafür kein Verständnis: „Im Grunde sind sich alle Fraktionen einig, dass die Menschen im Mittelrheintal endlich entlastet werden müssen. Unser Antrag wurde im Verkehrsausschuss von allen Seiten gelobt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass er allein deshalb abgelehnt wurde, weil er von der FDP initiiert war.“ Konrad kritisiert, dass sich die CDU vor Ort gerne als treibende Kraft inszeniere, „aber dann einknickt, wenn’s drauf ankommt“.

Die Aussage ihres Bundestagskollegen Peter Bleser (CDU), die Machbarkeitsstudie für die Alternativtrasse sei längst beschlossen, weist Carina Konrad (FDP) mit den Worten zurück: „Noch am 21. Februar haben alle Fraktionen im Landtag, auch die CDU, einstimmig für die Machbarkeitsstudie gestimmt. Wenn diese auf Bundesebene schon beschlossen gewesen wäre, hätte man sich das ja sparen können. Die Union nennt nicht ohne Grund keinen konkreten Starttermin, sondern will die Bürger nur bis zu den kommenden Wahlen ruhigstellen.“

Obwohl die Union seit rund zehn Jahren das Bundesverkehrsministerium führe, so Konrad, habe sie in all der Zeit beim Bahnlärm spürbar nichts erreicht: „Es nutzt halt nichts, wenn Herr Bleser immer nur Briefe schreibt.“ Auch die Rede des CDU-Staatssekretärs Enak Ferlemann im Bundestag kritisiert Konrad als arrogant: „Es wurde sehr deutlich, dass Herr Ferlemann die Sorgen der Bürger vor Ort nicht ernst nimmt. Ihm geht es allein um die Wirtschaftlichkeit einer Alternativtrasse. Auf die Gesundheitsproblematik und die Risiken, die von Gefahrgütertransporten durch das besiedelte Tal ausgehen, ist er überhaupt nicht eingegangen.“

Natürlich sei auch der FDP bewusst, dass eine Alternativtrasse ein langfristiges Projekt sei, konterte sie den Vorwurf Blesers: „Selbstverständlich setzen wir uns auch für kurz- und mittelfristige Lärmreduzierung durch bauliche Maßnahmen und für den Einsatz von Flüsterbremsen ein. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Ohne Machbarkeitsstudie wird aber auch keine effektive Verbesserung geben. Der Antrag der FDP war wohl nötig, um die Debatte wieder in Gang zu bringen. Wir müssen jetzt parteiübergreifend für die Interessen der Menschen vor Ort kämpfen und die parteipolitische Taktik beiseite lassen. Wir Freie Demokraten sind dazu bereit.“

PM Carina Konrad, MdB

Mittelrheinbrücke - laut Gutachten Landesbrücke

Zum heutigen Artikel in der Rhein-Zeitung "Die Mittelrheinbrücke sei im Koalitionsvertrag vereinbart."

Rhein Zeitung "Ablehnung hingegen von Bündnis 90/Die Grünen: „Wir sind gegen den Bau der festen Rheinquerung und werden uns nicht anschließen“, sagte Irmtraut Wahlers, musste sich allerdings von Monika Becker den Hinweis gefallen lassen, dass die Mittelrheinbrücke im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert sei."

Laut aktuellen Gutachten hat die Mittelrheinbrücke die Kategorie einer Landesstraße.

Gutachten Prof. Dr. jur. Willy Spannowsky »

Landesrechnungshof - Stellungnahme zur Einstufung der Mittelrheinbrücke bei St.Goar/St.Goarshausen »

Eine Landesbrücke ist nicht im Koalitionsvertrag vereinbart.

Im Koalitionsvertrag steht:

Mobilität im Mittelrheintal verbessern
Die Planung einer Mittelrheinbrücke als welterbeverträgliches, kommunales Verkehrsprojekt wird wieder aufgenommen. Diese Planung ist eingebunden in die Entwicklung eines regionalen Mobilitätskonzeptes.

Samstag, 23. März 2019

Mobilitätskonzepte für das Mittelrheintal - BUGA und Alltag

Prof. Dr. Heiner Monheim - Geschäftsführung raumkom - Institut für Raumentwicklung und Kommunikation Trier - Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft"

Sehr kritische und ausführliche Betrachtung der Mobilität im WOM. An dieser Stelle nur einige Punkte.

...

Ausgangslage Umwelt

  • Starke verkehrsbedingte Belastung durch Lärm und Luftschadstoffe (Straße, Schiene, Schifffahrt).
  • Wachsende Instabilität der Hänge durch Weinbergbrachen, Klimawandel und Starkregenereignisse.
  • Flächenprobleme durch Zersiedlung in den Gleithangbereichen.

...

Problem - Talorte und Höhenorte

  • Höhenorte meist ausgeblendet
  • ÖPNV-Verbindungen von oben und unten schlecht
  • "halb oben" liegen auch die vielen Burgen
  • deren Erreichbarkeit oft schlecht

...

Einmalig in Deutschland

Fünf Bundesverkehrswege linear direkt nebeneinander

  • 2 x hochbelastete parallele Schienentrassen
  • 1 x hochbelastete Bundeswasserstraße
  • 2 x hochbelastete parallele Bundesstraßen

Und das alles in hochsensibler Landschaft und dichtem Siedlungsband.

Der Rhein mit starker Trennwirkung und die Topographie erzwingen Bündelung.

Welche Lösungen?

Mehr Kompromissfähigkeit in der Straßenplanung mit Hilfe von

  • durchgängigen Tempolimits innerorts (30km/h)?
  • altstadtgerechte Umgestaltung der Bundesstraßen
    • Ortseingänge
    • Querungshilfen
    • Adäquate Radwege (u.U. auch im Fahrbahnbereich)
    • Akzeptanz von "Quetschmaßen"
    • LKW-Fernverkehr "außen rum" (BAB)
  • Flüsterasphalt bei Deckenerneuerung
  • Optische Verengung durch breite Rinnen und schmale Fahrbahnen

Radverkehr als Restgröße, obwohl es sich längs des Rheins um einen europäischen Fernradwanderweg handelt.

  • Breite Fahrbahn, schmaler Zweirichtungsradweg und Minigehweg.
  • Umlaufschranken auf einem Europaradweg? Mit Anhänger, Tandem und Gepäck nicht passierbar.

Ein Betonstreifen wird vor die Flussmauer "gehängt". Dabei wird die ganze Kfz-Fahrbahn erneuert, eine extrem teure Maßnahme mit großem Aufwand und wenig Nutzen. Ergebnis: Miniflächen für einseitigen Zweirichtungsradweg plus Gehweg. Warum nicht bestandsorientiert? Fahrbahn verengen für beidseitigen Schutzstreifen. Leitplanken sind Straßenelemente, sie machen die Straße schneller statt langsamer.

Echter Fahrradservice

  • Breite Radwege
  • interkommunales Leihradsystem à la Mainrad inkl. Pedelec
  • Radstationen an größeren Bahnhöfen
  • Moderne Abstellanlagen an allen Orten und an allen Hotspots der Fahrradtouristen
  • Pumpstationen und Schlauchautomat
  • Bed + Bike
  • Netzwerk Fahrradhandel

Gute Schienenanbindung im Personennahverkehr

Güterschienenlärm als Strukturproblem

Was tun beim Schienenlärm?

  • Sofortmaßnahmen konsequent umsetzen ...
  • auf beiden Rheinseiten
  • nächtliche Tempolimits für Güterzüge anordnen ... (im DB Netz gibt es über 3000 Langsamfahrstellen) ...
  • Alternativtrasse = Bund / DB / Länder ...
  • Modellprogramm für kreativen Lärmschutz auflegen ...
  • Trassenpreise für lärmintensive Güterzüge anheben ...

Auch Flussschifffahrt ist nicht konfliktfrei.

Querbarkeit der Bundesstraßen sind ein Problem. Seltene Mittelinseln und Brücken reichen nicht aus. Brücken und Unterführungen finden wegen der Umwege geringe Akzeptanz und sind ortsbildunverträglich. Alternativ sollten ebenerdige Querungsoptionen angeboten werden. Am besten mit FGÜ und Überholverbot. Sonst mit "Bettelampeln" als Sofortgrün oder mit linienhafter Querung durch gepflasterten und gestalteten Mittelstreifen.

Maßnahmen für Bundesstraßen In Baden-Württemberg werden viele Ortsdurchfahrten von klassifizierten Straßen auf Tempo 30 begrenzt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Lärmschutzes, der Minderung von Luftschadstoffen und um bei der Gestaltung flexibler arbeiten zu können. Z.B. die B9 in Hennef mit linienhafter Querungshilfe, Laternen in der Mitte und neuen Bäumen auf beiden Seiten.

Ein ausgewogener Straßenbauentwurf achtet auf das Umfeld und den Fuß- und Radverkehr.

...

Weitere Aspekte

  • BUGA-Bussysteme,
  • Der Orts-, Dörfer- oder Landbus, ein Angebot für die Nahmobilität ohne Auto in der Fläche,
  • Autonomes Fahren als Chance für den Mikro-ÖPNV
  • Mittelrhein/BUGA Takt (ITF) sichert Effizienz
  • Neue Flächen gewinnen und Qualitäten schaffen
  • Große Anleger brauchen Flanierflächen für Wartende und Ankommende
  • Häfen als Attraktion
  • Parken intensiv eingegrünt
  • Bahnhöfe und Straßen gestalten

Dieser Vortrag machte sehr deutlich wie wichtig das im Koalitionsvertrag vereinbarte regionale Mobilitätskonzept für das Welterbetal ist.

Unique und sexy - Qualitäts-Tourismus ist die beste Standortwerbung

Richard Röhrhoff - Geschäftsführer Essen Marketing GmbH (EMG) - Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft"

Qualität ist die Voraussetzung für dauerhaften Erfolg. Tourismus braucht Qualität, denn die Standards sind weltweit gestiegen und vereinheitlicht. Qualität ist wichtig in der Hotellerie, in der Gastronomie, bei Freizeit- und Kulturangeboten und bei Events.

Nur wer wettbewerbsfähig ist hat überhaupt eine Chance zu bestehen.

"Stolzer Blick zurück - volle Kraft nach vorn"

  • Große Geschichte und Bekanntheit des Mittelrheintals nutzen.
  • Geschichte neu erfinden und spannend erzählen.
  • Attraktive Angebote, die zum Selbstverständnis der Region passen, entwickeln.
  • Ganzjahres-Destination werden.
  • Bekenntnis zum Qualitätstourismus entwickeln.

"Der Trend geht zum authentischen Naherholungsurlaub, alles spricht für eine Renaissance des Mittelrheintals."

Kulturlandschaften im wirtschaftlichen Spannungsfeld am Beispiel der Domaine de Ravoire AG

Amédée Mathier - Winzer und Weinproduzent, Salgesch (Schweiz) - Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft"

Verkaufen sich Aktien besser als Wein?

Aktionäre bestimmen in der Walliser «Domaine de Ravoire» über die Zusammensetzung des Weines – ein einmaliges Projekt in der Schweiz.

Lohnt es sich solch extreme Kulturlandschaften mittels Publikumsgesellschaften zu pflegen?

Das einmalige Projekt war gegründet worden, um einen der ältesten Rebberge im Wallis vor der Vergandung zu ­retten. Die terrassierten Steil­lagen ­liegen zwischen Leytron und Ovronnaz, wo eine breite Palette von Rebsorten kultiviert wird. An der Domaine de Ravoire engagierten sich bis heute rund 150 Investoren. [https://bellevue.nzz.ch]

Lediglich die Anpflanzung des Thymian hat nicht funktioniert, er vertrocknete.

Kulturregion managen - am Beispiel des Welterbe Oberes Mittelrheintal

Prof. Dr. Michael Kloos - Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft"

Leitlinien

  1. Transparenz im Hinblick auf die Eintragungskriterien (OUV)

    Die nachhaltige Entwicklung des Welterbes kann nur dann gelingen, wenn allen Akteuren transparent erklärt werden kann, welche Merkmale seines "Außergewöhnlichen Universellen Wertes" unbedingt zu erhalten sind.

  2. Erarbeitung Kulturlandschaftsverträglichkeitsstudie (KLVS) parallel zur Erstellung des Managementplans

    Konzept zur Prüfung der Welterbeverträglichkeit, um zukünftige Planungsprozesse zu erleichtern.

  3. Definition wesentlicher inhaltlicher Handlungsfelder

    Entwicklung eines Leitbildes, Benennung wesentlicher inhaltlicher Aufgaben, Handlungsfelder und Perspektiven.

  4. Schlanker und transparenter Beteiligungsprozess

    Der Managementplan soll in einem schlanken Beteiligungsprozess erarbeitet werden um "Ermüdungserscheinungen" zu vermeiden.

Aufgaben

  • Nachvollziehbare Prüfung baulicher Veränderungen im WOM

    • Schaffung einer Grundlage für nachvollziehbare Bewertung von Projekten und Maßnahmen hinsichtlich ihrer Welterbeverträglichkeit
    • Etablierung eines kontinuierlichen Monitorings, um kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen
    • Unterstützung transparenter Kommunikation in Projektumsetzung
  • Kulturlandschaftsverträglichkeitsstudie (KLVS)
    • Digitales 3D-Modell
      • Detailliertes 3D-Modell
      • Verschattungs- / Detailanalyse
    • Digitale Kartierung des gesamten Tals
  • SWOT-Analyse / Handlungsfelder
    • Strengths = Stärken
    • Weaknesses = Schwächen
    • Opportunities = Chancen
    • Threats = Risiken
  • Stärkung der gemeinsamen Identität in der Welterbe-Region
  • Vermittlung gelungener Projekte
  • Stärkung der regionalen Verwaltungsstruktur
  • Stärkung Natur- und Kulturlandschaftsschutz
  • Innivatives Mobilitätsmanagement und Stärkung touristischer Infrastruktur
  • Revitalisierung von Ortskernen, Ausbalancierung Demografie
  • Abstimmung mit BUGA 2029

"Romantik und Realität passen bisher nicht immer zueinander ...
... zukünftig hoffentlich jedoch viel mehr.", so Prof. Dr. Michael Kloos.

Gemeinsam erben: Kulturelles Erbe und Teilhabe

Prof. Dr. Barbara Welzel - Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft"

»GartenSPÄHER« erkunden kulturelle Erbschaften: historische Gärten, Schlösser und die um sie herum gestaltete Natur, Wasseranlagen, Sichtachsen und anderes mehr. Sie suchen - im wörtlichen wie im übertragenen Sinn - Wege, um solche Ensembles auf den äußeren und inneren Landkarten junger Menschen zu verorten: den künftigen Denkmal-Erben. Entwickelt werden Diskursräume, die das Potential des kulturellen Erbes anschlussfähig und verhandelbar machen.

Europarat Rahmenkonvention über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft - Faro, 27. Oktober 2005

Artikel 1 – Ziele der Konvention

Die Vertragsparteien dieser Konvention vereinbaren:

  1. anzuerkennen, dass Rechte in Bezug auf das Kulturerbe in dem Recht zur Teilnahme am kulturellen Leben innewohnen, so wie es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte definiert wird;

      [...]

  1. die erforderlichen Schritte zur Umsetzung der Bestimmungen dieser Konventionzu ergreifen, und zwar hinsichtlich:
    • der Rolle des Kulturerbes für den Aufbau einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft und für die Prozesse einer nachhaltigen Entwicklung und der Förderung der kulturellen Vielfalt;

Artikel 7 – Kulturerbe und Dialog

Die Vertragsparteien verpflichten sich durch die öffentlichen Behörden und andere zuständige Einrichtungen:

  1. zur Ermutigung der Reflektion über die Moral und Methoden der Darstellung des Kulturerbes sowie zur Ermutigung der Achtung der Vielfalt der Interpretationen;
  2. zur Einführung von Schlichtungsprozessen zum ausgeglichenen Umgang mit Situationen, in denen verschiedene Gemeinschaften gegensätzliche Werte auf dieselbe Ebene des Kulturerbes stellen;
  3. zur Entwicklung von Wissen über das Kulturerbe als einer Ressource zur Erleichterung des friedlichen Nebeneinander, und zwar durch die Förderung von Vertrauen und gegenseitigem Verständnis mit einem Blick auf Entschlossenheit und der Vermeidung von Konflikten;
  4. zur Integration dieser Ansätze in alle Aspekte der lebenslangen Bildung und Weiterbildung.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948)

Artikel 27 - Freiheit des Kulturlebens

  • Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.

Europarat - Rahmenkonvention über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft - Faro, 27. Oktober 2005 »

Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz veranstaltete gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz die Tagung "Oberes Mittelrheintal - Zum Umgang mit einer europäischen Kulturlandschaft" auf dem 3.000 Jahre alten Festungsberg Ehrenbreitstein.

Das Obere Mittelrheintal als europäische Kulturregion verzaubert durch die Einmaligkeit des kulturellen Erbes und seine baukulturellen Besonderheiten aus rund zweitausend Jahren. Durch ihre geographische Lage als europäischer Nord-Süd-Korridor ist die Region seit jeher im technologischen und kulturellen Wandel.

Wandel bringt Herausforderungen für jede Generation: Wie lässt sich die Attraktivität als Wohnort, Reiseziel und Wirtschaftsstandort erhalten und steigern? Wie kann die einzigartige Qualität von Landschaft und Stadt gesichert und weiterentwickelt werden? Welche Innovationen können weiterhelfen? Und was lässt sich von Akteuren anderer Kulturregionen fehlerfrei lernen? Die Bundesgartenschau 2029 gibt einen neuen zeitlichen Rahmen für Antworten auf die drängenden Fragen. [RVDL]

Prof. Dr. Christoph Zöpel, Vorsitzender des RVDL leitete die Tagung im Kuppelsaal der Festung.

Einführung

  • Gespräch zwischen Prof. Dr. Matthias Müller (RVDL) und Thomas Metz (GDKE)
  • Rede von Prof. Dr. Konrad Wolf (Staatsminister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz).

Impulsvortrag

  • "Kulturregion managen - am Beispiel des WOM" - Prof. Dr. Michael Kloos - michael kloos planning and heritage consultancy Aachen

Stadt- und Landschaftsraum
Bestand, Qualitäten, Weiterentwicklung - Baukultur

  • "Planungs- und Baukultur regional denken am Beispiel des Projekts "Unseren Lebensraum gemeinsam nachhaltig gestalten LeNa" - Prof. Dr. Thomas Dillinger - Fachbereich Regionalplanung und Regionalentwicklung TU Wien (Österreich)
  • "Landesplanung vermittelt Heimat: Die Interessen des Landes Rheinland-Pfalz bei der Landesplanung im Hinblick auf Kulturregionen" - Martin Orth - Abteilungsleiter Landesplanung, Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz
  • Moderierter Dialog / Gespräch mit dem Publikum

Bewusstsein, Bildung, Vermittlung

  • "Gemeinsam erben: Kulturelles Erbe und Teilhabe" - Prof. Dr. Barbara Welzel - Seminar für Kunst und Kunstwissenschaften TU Dortmund
  • Natürliche Ressourcen und kulturelles Erbe: Natur- und Kulturlandschaft schützen und erhalten. Identitätsstiftung für die Region Römerland Carnuntum" - Gabriele Preisinger und Christian Kling - Regionalentwicklungsverein Römerland Carnuntum (Österreich)

Wirtschaft

  • "Unique und sexy - Qualitäts-Tourismus ist die beste Standortwerbung" - Richard Röhrhoff - Geschäftsführer Essen Marketing GmbH (EMG)
  • "Kulturlandschaften im wirtschaftlichen Spannungsfeld am Beispiel der Domaine de Ravoir AG" - Amédée Mathier - Winzer und Weinproduzent, Salgesch (Schweiz)
  • Moderierter Dialog / Gespräch mit dem Publikum

Mobilität

  • "Vorteile des SPNV im Mittelrheintal" - Thorsten Müller - Verbandsdirektor Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord)
  • "Mobilitätskonzepte für das Mittelrheintal - BUGA und Alltag" - Prof. Dr. Heiner Monheim - Geschäftsführung raumkom - Institut für Raumentwicklung und Kommunikation Trier
  • Moderierter Dialog / Gespräch mit dem Publikum

Zusammenfassung

  • Prof. Dr. Christoph Zöpel (RVDL) und Rainer Zeimentz (EA)

Die geplante Mittelrheinbrücke wurde nicht thematisiert.

Freitag, 22. März 2019

Rheinleuchten 2019

Er sah schon toll aus, der Häusener Kran zum Rheinleuchten 2016 vom Förderverein "Häusener Kran" strahlend in Szene gesetzt.

An den Wochenenden vor Ostern und an den Feiertagen leuchtete das Industriedenkmal der Loreleystadt St. Goarshausen in wechselnden Farben. Damit reihte sich der Kran in eine breite Palette von Veranstaltungen im Mittelrheintal ein. Von Rüdesheim bis Koblenz-Ehrenbreitstein überboten sich die Künstler mit kreativen Lichtspielen, die in einem Flyer jedem interessierten Besucher angekündigt wurden.

Wo bleibt die Werbung für 2019?!

Weder war in der Tourist-Information Flyermaterial erhältlich, noch war bislang im Internet an weitere Informationen zu kommen. Auf der Seite des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal wird auf eine Veranstaltung auf der Loreley hingewiesen. Nähere Informationen sind aber auch dort nicht eingestellt.

Vor allem vermissen wir eine Übersicht aller für das Mittelrheintal geplanten Lichtspiele dieser großartigen Veranstaltungsreihe. Unfassbar, wie wenig Werbung für ein solch spektakuläres Event gemacht wird.

Förderverein "Häusener Kran" e.V.

Mittwoch, 20. März 2019

Für die Erhaltung des Status Quo - keine Brücke

Leserbrief 08.03.2019 Rund um Boppard

Der Kreistag Rhein-Hunsrück hat die Debatte abgeschlossen. Die Landesregierung setzt ihren Weg unbeirrt fort. Seitdem die FDP mit der SPD koaliert steht fest: Eine Brücke muss her. Fassen wir Pro und Contra zusammen.

Pro Brücke gibt es erstaunlich wenige veröffentlichte Argumente. Der Verein ProBrücke nennt am 11.09.2018 in der Rhein-Lahn-Zeitung das Argument, dass das Land Rheinland-Pfalz die geschätzten Kosten von 660.000€ für das förmliche Raumordnungsverfahren übernimmt. Aktuelle inhaltliche Argumente? Sind zur Zeit nicht im Netz zu finden.

Kontra Brücke gibt es viele Argumente. Laut einem Bericht des SWR aus 2010 befürchteten "Die Grünen" damals deutlich höhere Baukosten. Statt der veranschlagten 40 Millionen damals schon 55 Millionen Euro. Außerdem würden nach ihrer Einschätzung jährlich 5.5 Millionen Euro an Unterhaltungskosten anfallen. Wie sehen diese Zahlen von 2019 aus? Weder die Landesregierung noch SPD und FDP äußern sich im Internet.

Ein erstes Gegenbeispiel. Die Rheinbrücke Maxau wurde 1966 eröffnet. Derzeit wird sie unter hohem finanziellem Aufwand renoviert. Sie kann kaum mit einer Rheinbrücke bei St. Goar verglichen werden. Außer damit, dass auch die von der SPD-FDP Koalition in Mainz gewollte Brücke in ca. 50 Jahren erneut erhebliche Folgekosten verursachen wird. Folgekosten, die zusätzlich zu den alljährlich zu zahlenden Instandhaltungskosten noch dazu kommen würden. Dieser Gesichtspunkt wird nach unserem Kenntnisstand nirgends in Betracht bezogen.

Ein zweites Beispiel. Die IHK in NRW zählt im Januar 2019 8! marode Brücken mit einem Kostenvolumen, das jeden Haushaltsrahmen sprengt. Solche Kosten in diesen Dimensionen kämen erst in vielleicht 50 Jahren auf Rheinland-Pfalz zu. Sich damit zu beruhigen geht nicht mehr. Die Haltung, "Was kümmern uns die Probleme unserer Enkel und Urenkel?" ist nicht mehr möglich. Selbst hart gesottene Berufspolitiker, die in diesem Zusammenhang von "Gefühlsduselei" sprechen, müssen umdenken.

Was könnte mit diesem Geld nicht alles sinnvoll angegangen werden? Bei uns in Boppard fehlen ein Freibad und ein Hallenbad. Ganz allgemein mehr Geld für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen in die Hand zu nehmen ist ein wichtiges Ziel.

Die Regierungschefin Angela Merkel (CDU) hält die Demonstrationen für eine "sehr gute Initiative". "Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen", sagte Merkel laut Berliner Zeitung vom 3. März 2019. Gleichzeitig lehnt Bildungsministerin Anja Karliczek Streiks während der Unterrichtszeit ab. In Hamburg wird die Teilnahme der Schüler an den Freitagsdemonstrationen als unentschuldigtes Fehlen ins Klassenbuch eingetragen.

Die Freitagsdemos sind in Koblenz angekommen. Noch geht es "nur" um das Klima. Diese Generation glaubt unseren Politikern nicht mehr. Wirtschaftsminister Peter Altmaier wurde ausgebuht, ihm glaubt man nicht. Diese Kindergeneration will ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, denn sie hat das Vertrauen in die Politik verloren. Das gab es noch nie. Werden wir ihnen zeigen, dass sie sich in den Erwachsenen im Mittelrheintal getäuscht haben?

Meine Erwartung an die Landesregierung: Keine weitere Rheinbrücke, stattdessen die Finanzierung eines verbesserten Fährangebotes. Selbst wenn sich das Land entschlösse, wie schon einmal erprobt, auf Dauer für einen 24h-Betrieb in St. Goar und für eine Verlängerung in Boppard entsprechen Geld in die Hand zu nehmen. Es käme den Steuerzahler unvergleichlich günstiger. Dazu passt, dass die Rheinvertiefung so schnell wie möglich kommen soll. Bis 2030 ist sie geplant, es kann aber noch länger dauern, denn heute ist Geld schon knapp.

Eine historische Notiz am Rande. Rheinbrücken haben eine Jahrtausende alte Geschichte. Im Frühsommer des Jahres 55 v. Chr. ließ Caesar innerhalb von nur 10 Tagen eine etwa 400m lange Holzbrücke beim heutigen Neuwied über den Rhein errichten, und nur wenige Tage später wieder abbrechen. Sie sollte 'dem römischen Volke würdig' sein. Vermutlich scheute auch er die Folgekosten. Auch bei einer zweiten Rheinbrücke, die er baute, verhielt er sich entsprechend.

Ich bin nicht geboren um aufzugeben. Für mein Vorhaben die Brücke aus allen Planungen endgültig zu streichen, benötige ich Ihre Unterstützung. Bitte schreiben Sie mir kurz Name und Wohnort und Ihre Zustimmung zu meinem Projekt, entweder als Brief oder Postkarte mit dem Stichwort "Keine Brücke" an meine Adresse W. Nitzler, Simmerner Straße 9, 56154 Boppard oder als Email an meine Emailadresse wolfgang.nitzler@nitzler.com.

W. Nitzler

Freitag, 8. März 2019

Historisches Wirtshaus in Braubach abgebrannt

In der Altstadt von Braubach geriet eine Gaststätte, die von den Hauseigentümern bewohnt wurde, aus bislang ungeklärten Gründen in Vollbrand. Der Brand wurde gegen 14 Uhr gemeldet.

Alle Bewohner konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Auch sonst sind keine Personen gesundheitlich zu Schaden gekommen. Es entstand jedoch ein Gebäudeschaden der sich im sechsstelligen Bereich bewegen dürfte. Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Die Bewohner der umliegenden Häuser wurden vorsorglich evakuiert. Die Bahnstrecke wurde bis 17:00 Uhr gesperrt. Die Stromversorgung im Bereich der Altstadt musste zeitweise unterbrochen werden. Die Bundesstraße im Bereich Braubach bleibt vermutlich noch bis zum nächsten Morgen voll gesperrt, da die Feuerwehr im Rahmen der Brandwache die Versorgung mit Löschwasser aus dem Rhein gewährleisten muss.

Quelle: Polizeidirektion Koblenz, übermittelt durch news aktuell

Critical Mass - Koblenz

Bessere Bedingungen im Straßenverkehr erreichen

Die Veränderung der Erreichbarkeit für Radfahrer und Fussgänger wurde im Gutachten der RWTH Aachen zur Mittelrheinbrücke (bewusst?) nicht untersucht!

Koblenz. Der BUND Koblenz hat wieder mit der Aktion „Critical Mass“ begonnen, um sich für mehr Radwege in Koblenz starkzumachen. Jeden ersten Donnerstag im Monat treffen sich Fahrradfahrer zur gemeinsamen Fahrt durch Koblenz um 17.30 Uhr am Löhrrondell. „Critical Mass“ ist der Begriff für eine Radlergruppe, die so groß ist, dass die einzelnen Fahrer auf der Straße und nebeneinander fahren und als Konvoi zusammenbleiben dürfen. So können gleichberechtigt neben dem Autoverkehr für Fahrradfahrer kritische Punkte in der Stadt abgefahren und in Augenschein genommen werden. Gemeinsam Fahrrad zu fahren, macht Spaß und demonstriert gleichzeitig auch, dass in Koblenz mehr und vor allem schneller etwas für die Fahrradfahrer getan werden muss – so heißt es in einer Pressemitteilung des BUND. Mehr Radwege erzeugen mehr Radverkehr, und dieser könnte angenehm viele Probleme lösen: Stickoxide, Feinstaub, Lärm, Staus, Bewegungsmangel, aber vor allem den CO2-Ausstoß in Städten reduzieren.

Eine Anmeldung zur „Critical Mass“ ist nicht nötig. Weitere Infos gibt es im BUND-Regionalbüro Koblenz, Telefon 0261/973 45 39, E-Mail an die Adresse regional buero-koblenz@ bund-rlp.de

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Freitag, 8. März 2019, Seite 24

Donnerstag, 7. März 2019

Alternativtrasse - „Ohne zeitnahe Planung verliert das Tal den Welterbe-Status“

Die Initiativen sowie Forderungen von Herrn Minister Lewentz, das Mittelrheintal mittelfristig per Alternativtrasse von den hohen Belastungen des Bahnlärms zu befreien, ist nicht nur richtig, sondern dringend geboten und muss die erste Priorität in der Verkehrsinfrastruktur des Rheintals haben. Dies kann nur mit einer Alternativtrasse für den Güterverkehr erreicht werden.

Wenn man heute von 400 bis 500 Zügen spricht, davon 60 Prozent Güterzüge, die durch das Rheintal Tag und Nacht rattern, dann ist dies eine unerträgliche Situation. Die Messungen des Zugverkehrs wurden Mitte Juli 2007 über 23 Stunden mit folgendem Ergebnis durchgeführt: Auf beiden Rheinseiten fuhren insgesamt 398 Zugeinheiten. Davon 217 Güterzüge und 181 Personenzüge dies nicht nur in den Tagstunden, sondern davon nachts 91 Güterzüge; die mit mehr als 85 bis 100 dB(A) Lärm das Rheintal belasten. Eine Zumutung für die Menschen die im Rheintal leben und Touristen, die das Tal Jahr für Jahr besuchen.

Nach Öffnung des neuen Gotthardtunnels für den Zugverkehr in Richtung Italien wird sich laut Aussagen der Experten von Fachbüros der Güterverkehr zwischen Rotterdam und Genua durch das Rheintal bis 2030 schrittweise verdoppeln. Alle bisherigen Lärmschutzmaßnahmen können die Probleme für die Zukunft bei einer Zunahme des Güterverkehrs um 100 Prozent, also ca. 434 bis 450 Züge, im Rheintal nicht lösen.

Hinzu kommt, dass die Güterzüge im Fernverkehr zukünftig laut einer Studie mit längeren Wagen ausgestattet und angeboten werden und dadurch eine Zuglänge von 800 bis 900 Metern möglich wird. Experten geben auch ergänzende Hinweise, dass sich der Frachtverkehr auf dem Rhein ebenfalls bis 2030 verdoppeln wird.

Aufgrund dieser Entwicklung wird es keinen Platz mehr für einen geordneten und verbesserten Personenverkehr geben. Auch die Zugfolge wird sich erheblich reduzieren. Keine Regierung reagierte bisher auf diese Entwicklung.

Bis heute war es zum Beispiel nicht möglich gewesen, den schienengleichen Bahnübergang in Rüdesheim zu beseitigen. Bei einer Zunahme des Zugverkehrs und kürzeren Zugfolgen wird es kaum noch möglich sein, ohne sehr lange Wartezeiten die Bahnlinie an der B 42 kreuzen zu können.

Bei dem Ist-Zustand und den Prognosen der Fachbüros kommt nun zunächst die Mitteilung des CSU-Verkehrsministers Scheuer, dass über die Planung einer Alternativtrasse erst dann nachgedacht und entschieden werden kann, wenn der Zugverkehr auf den Bahnlinien im Rheintal 5000 und mehr Züge in 24 Stunden erreicht. Wenn Gutachter und Ministerialbeamten einen solchen Unsinn zu Papier bringen, gehört diese Studie in den Reißwolf.

Nachdenklich war ferner der neue Hinweis, der drei Tage später in der Presse erschienen ist, dass die Wirtschaftlichkeit einer Alternativtrasse doch schon bei 1000 Güterzügen gegeben sei. Die Frage ist daher berechtigt, welche „Fachleute oder Experten“ dort ihre Arbeit verrichten und wer der Presse diese Papiere zugespielt hat? Für das enge Rheintal zwischen Köln und Mainz als internationale Verkehrsachse Nord–Süd ist aber sofortiges Handeln geboten, da allein die Planungen für solche Großprojekte 20 bis 25 Jahre in Anspruch nehmen.

Jetzt, so die Aussage des Ministeriums, „wird zunächst ein Vorplanungsprozess in Auftrag gegeben“. Es ist nicht realistisch, ein Raumordnungsverfahren bis 2040/2045 zu erwarten. Sofern zeitnah keine Planung in Auftrag gegeben wird, dann wird das Mittelrheintal nicht nur den Status Unesco-Welterbe verlieren, sondern viele Bürger und vor allem die Touristen werden sich vom Rheintal abwenden. Da hilft uns weder eine Brücke noch eine Bundesgartenschau 2029.

Rolf Daum, St. Goarshausen

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Donnerstag, 7. März 2019, Seite 19

Mittwoch, 6. März 2019

„Welterbe missverstanden“

Eine Frau vom Niederrhein, die seit vielen Jahren St. Goar ins Herz geschlossen hat, kann sich mit der Umgestaltung der Stadt ganz und gar nicht anfreunden.

Ich bin seit mehr als 50 Jahren Gast im Goldenen Löwen in St. Goar. Dem Hotel zum Goldenen Löwen mit alter Tradition ist die Sicht zum Rhein seit fünf Jahren durch Baucontainer versperrt. Bei der „Modellstadt St. Goar“ wurde aus meiner Sicht das Welterbe allerdings missverstanden und falsch interpretiert. Es wurden Bäume gefällt und durch Betonwüsten ersetzt. Auch die Pflasterungen mit Platten, die eigens aus Vietnam herbeigeschafft wurden und eine besondere Anfälligkeit für Frost und Glätte zeigen, zeichnen sich nicht aus. Wen wundert es dann noch, wenn Geschäftsleute in St. Goar keine Chance mehr sehen? Fazit: Die Rheinromantik hat trotz hoher Investitionen gelitten und die Innenstadt ist geschäftsmäßig uninteressant geworden.

Brunhild Theyssen, Hückelhoven

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Mittwoch, 6. März 2019, Seite 18

William Turner Route beim „German Design Award 2019“ ausgezeichnet

Einmal mehr konnte die „William Turner Route“ eine international besetzte Fachjury begeistern und gewann zum zweiten Mal den „German Design Award“, dieses Jahr als interaktives Webprojekt in der Kategorie „Excellent Communications Design“.[1]

Burg Maus - 09

Für die Turner-Expertin Cecilia Powell ist es eine der schönsten Darstellungen des Mittelrheintales. Auch auf seinen späteren Rheinreisen hat er die Burg immer wieder aus verschiedensten Perspektiven skizziert.[2]

Es ist völlig unverständlich, dass ausgerechnet an dieser Stelle eine Brücke gebaut werden soll. Statt diese historische Stadtansicht mit dem Bau der Mittelrheinbrücke zu zerstören, sollte man sich glücklich schätzen ein solches Alleinstellungsmerkmal zu haben.

Traurig, dass die Politik nicht in der Lage ist, endlich das im Koalitionsvertrag vereinbarte Mobilitätskonzept für das Welterbe Oberes Mittelrheintal auf den Weg zu bringen.

Stattdessen täuschen Politiker mit dem Gutachten der RWTH Aachen UNESCO und Bewohner des Welterbes und stellen die Brücke als optimale Lösung zur Verbesserung der Infrastruktur im Welterbe Oberes Mittelrheintal dar. Zur Gutachtenanalyse »

Alle wollen die Brücke?

Politiker sind nicht willens einen kostenlosen 24h Fährbetrieb als echte Alternative zu einer Brücke fest zu installieren. Die Bevölkerung ist bislang nicht gefragt worden für welche Alternative sie sich dann entscheiden würde. Stattdessen vergleicht man lieber Äpfel mit Birnen.

[1] RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Mittwoch, 6. März 2019, Seite 20
[2] https://www.turner-route.de 09 | Burg Maus