Freitag, 20. Mai 2016

Horchheimer Eisenbahnbrücke stoppt Containerschiff

Camaro steckte 45 Minuten unter Horchheimer Eisenbahnbrücke fest!

An der Horchheimer Eisenbahnbrücke in Koblenz kam es heute Mittag zu einem Schiffsunfall. Ein rheinaufwärts fahrender, mit rund 300 Containern beladener Schubverband verkeilte sich mit seiner obersten Containerlage kurzzeitig unter der Brücke. Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Die betroffene Brückenöffnung wurde durch das Wasser-und Schifffahrtsamt Bingen umgehend für die Schifffahrt gesperrt.

Die übrige Schifffahrt konnte die Unfallstelle durch die zweite Brückenöffnung passieren. Nach einer Dreiviertelstunde konnte sich der Schubverband aus eigener Kraft befreien, nachdem Ballasttanks geflutet worden waren.

Die Deutsche Bahn überprüft die Brücke auf eventuelle Beschädigungen.

Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang und zu den Unfallursachen aufgenommen.

Quelle: WSA Bingen

Pegel Koblenz 323cm - Pegel Kaub 350cm

VG Loreley - Veranstaltungen in der KW 21

Veranstaltungen im Tal der Loreley für die Kalenderwoche 21

  • 23.05.2016
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Weinprobe mit Gewölbekellerführung - Oberwesel
  • 24.05.2016
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
    • Buserlebnisreise "Die Rheingoldstraße" - Oberwesel
  • 25.05.2016
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
  • 26.05.2016
  • 27.05.2016
  • 28.05.2016
    • Abendführung mit dem Nachtwächter - Oberwesel
    • Ausstellung des Stadtarchives - Lahnstein
    • Burgführung mit Weinverkostung - St. Goar
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Lahneck Live - Lahnstein
    • Laternenführung auf Burg Rheinfels - St. Goar
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
    • Nacht der Verführung AUSGEZEICHNET - Bingen am Rhein
    • Stadtführung - Braubach
    • Weinlagen Wanderung Bornich - Bornich
  • 29.05.2016

Quelle: Romantischer Rhein

Freitag, 13. Mai 2016

VG Loreley - Veranstaltungen in der KW 20

Veranstaltungen im Tal der Loreley für die Kalenderwoche 20

  • 16.05.2016
    • Hoffest in der Loreley-Kellerei - St. Goarshausen
    • 17. Mittelalterliches Spectaculum - Oberwesel
    • Koblenz International Guitar Festival & Academy - Koblenz
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Weinprobe mit Gewölbekellerführung - Oberwesel
  • 17.05.2016
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
  • 18.05.2016
    • Buserlebnisreise "Die Rheingoldstraße" - Oberwesel
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
  • 19.05.2016
    • Kampf um die Freiheit! Poetenidyll mit revolutionärem Gesang - Oberwesel
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
  • 20.05.2016
    • Garten- und Lifestylemesse "Landpartie" - Koblenz
    • Kirmes Kamp-Bornhofen - Kamp-Bornhofen
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
    • Musikalische Stadtführung St. Goar - St. Goar
    • Weinprobe mit Gewölbekellerführung - Oberwesel
  • 21.05.2016
  • 22.05.2016

Quelle: Romantischer Rhein

Dienstag, 10. Mai 2016

Icomos PM 2009 - Attentat auf das Welterbe Rheintal

Am 13. Mai werden die Preisträgermodelle des internationalen Architektenwettbewerbs zum Bau einer Brücke im Oberen Mittelrheintal in Berlin in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz vorgestellt.

Das seit 2002 in der Liste des Weltkulturerbes verzeichnete Obere Mittelrheintal war schon im 19. Jahrhundert Ziel von Reisenden aus ganz Europa und hat immer wieder Dichter, Maler und Musiker inspiriert (Heine, Turner, Schumann etc.). Gerade der zentrale Abschnitt des Durchbruchtals im Bereich St. Goar und St. Goarshausen erfüllt in besonderer Weise die Vorstellungen vom malerisch-romantischen Rheintal mit dem Loreleyfelsen als bedeutendstem Ort rheinischer Mythologie.

Der bereits Ende April der Presse vorgestellte Sieger im Architektenwettbewerb zum Bau einer Brücke im Mittelrheintal, Entwurf einer irischen Planungsgesellschaft (Heneghan Peng Architects, Arup Consulting Engineers sowie Mitchell Associates), ein „elegantes Bauwerk“ in S-Form mit gewaltigen Rampen, das sich angeblich „harmonisch in die Flusslandschaft einfügt“, begeistert nicht nur den rheinlandpfälzischen Verkehrsminister Hendrik Hering sondern auch „Welterbe-Staatssekretär“ Hofmann-Göttig, der beruhigend erklärt hat, „man wolle die UNESCO nicht provozieren“. Trotz des negativen Urteils einer ICOMOS/UNESCO-Mission im Februar 2008 sieht das Land Rheinland-Pfalz (dank der hervorragenden Lobbyarbeit von Dr. Bernd Freiherr von Droste zu Hülshoff bei der 32. Sitzung des Welterbekomitees in Quebec) bereits grünes Licht für die Bauarbeiten, die 2015 beginnen sollen, und die Landräte der Landkreise Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn sind endlich zufrieden über diesen „wichtigen Meilenstein für die Brücken-Realisierung“ (so laut Rheinzeitung „Welterbezwecksverbandsvorsitzender“ Landrat Bertram Fleck).

Die angeblich an die 50 Millionen Euro teure Brücke, die als Querverbindung für die entlang des Rheins verlaufenden Bundesstraßen B 9 und B 42 auch der überregionalen Anbindung an die großen Verkehrsachsen A 3 und A 61 dient und nebenbei den Flughafen Hahn an die rechte Rheinseite anbindet, wird das bereits jetzt durch den Verkehr stark in Mitleidenschaft gezogene Rheintal zweifellos zusätzlich belasten. Das Projekt greift jedenfalls ganz erheblich in die von der besonderen geografischen Situation geprägte, seit Jahrhunderten auf rund 60 km Länge ohne feste Flussquerung auskommende historische Verkehrslandschaft ein und ruiniert zugleich die traditionellen Rheinfähren, die als wesentlicher Bestandteil der Welterbestätte zu betrachten sind. Die 2008 vom Welterbekomitee in Quebec geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung wurde vom Land Rheinland-Pfalz wieder bei Cochet Consult in Auftrag gegeben, die dabei auf ihre gemeinsam mit dem „Landesbetrieb Mobilität“ (Straßenbauamt) erarbeiteten alten Gutachten vom Mai 2006 und Februar 2009 zurückgreifen können. Da das bisher nur in deutscher Fassung existierende umfangreiche Gutachten die kritischen Konsequenzen für das Kultur- und Naturerbe wohl nicht ganz übersehen konnte, liegt bisher nur eine, im Wesentlichen auf Verkehrsfragen beschränkte englische Kurzfassung vor, mit der die Landesregierung das Projekt der UNESCO „unterjubeln“ möchte. Unter diesen Umständen ist das vorliegende Papier kaum geeignet, die vom Welterbekomitee geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung für eine Rheinquerung im Bereich St. Goar / St. Goarshausen zu ersetzen.

Für ICOMOS hat Prof. Dr. Michael Petzet, bis Ende letzten Jahres Präsident von ICOMOS International und inzwischen Ehrenvorsitzender des Weltverbands, mehrfach gegen das Projekt Stellung genommen (u. a. ein Gutachten vom 6. November 2007, abgedruckt in Heritage at Risk 2006/2007, S. 67ff, siehe www.international.icomos.org/risk/index.html) und auf die drohenden Gefahren für die Integrität der einzigartigen Kulturlandschaft hingewiesen. Petzet spricht von einem „Attentat auf das Rheintal“. Auch die Loreley blickt in der dieser Pressenotiz beigegebenen Darstellung von F. Keller (1875) in tiefer Sorge auf das den Genius Loci, den authentischen Geist de Rheintals gefährdende preisgekrönte irische Projekt. Aber was das von der Regierung von Rheinland-Pfalz mit allen Mitteln vorangetriebene Projekt wirklich bedeutet, kann vielleicht besser als mit Worten der dieser Pressenotiz ebenfalls beiliegende Stich von Gabriel Bodenehr (gegen 1720) verdeutlichen, der Blick von der Loreley auf die Region St. Goar / St. Goarshausen mit Burg Rheinfels und den Burgen Katz und Maus.

Anlässlich des 150. Todestages von Alexander von Humboldt, der um 1800 als erster den Begriff „Naturdenkmal“ definiert hat, werden ICOMOS Deutschland und ICOMOS Kanada Anfang Oktober nahe der Loreley ein kleines internationales Symposium „Monuments of Nature“ veranstalten, das vielleicht mit einer Protestaktion gegen die geplante Zerstörung der Kultur- und Naturlandschaft Oberes Mittelrheintal verbunden werden könnte.

D E U T S C H E S   N A T I O N A L K O M I T E E
Geschäftsstelle: Alter Hof 2 /IV, 80331 München, Postadresse: Postfach 100 517, 80079 München
Telefon 089/2422 37 84, Fax 089/242 1985 3, e-mail: icomos@icomos.de

Freitag, 6. Mai 2016

VG Loreley - Veranstaltungen in der KW 19

Veranstaltungen im Tal der Loreley für die Kalenderwoche 19

  • 09.05.2016
    • Koblenz International Guitar Festival & Academy - Koblenz
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival Koblenz
    • Weinprobe mit Gewölbekellerführung - Oberwesel
  • 10.05.2016
    • Koblenz International Guitar Festival & Academy - Koblenz
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
  • 11.05.2016
    • Buserlebnisreise "Die Rheingoldstraße" - Oberwesel
    • Koblenz International Guitar Festival & Academy - Koblenz
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
    • Romantik am Mittelrhein - Dichter, Denker, Liebesschmerz - Oberwesel
  • 12.05.2016
    • Koblenz International Guitar Festival & Academy - Koblenz
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
  • 13.05.2016
    • Koblenz International Guitar Festival & Academy - Koblenz
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Lebenswelt Minoritenkloster - Oberwesel
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
    • Nachtwächterführung St. Goar - St. Goar
    • Weinprobe mit Gewölbekellerführung - Oberwesel
  • 14.05.2016
    • 17. Mittelalterliches Spectaculum - Oberwesel
    • Burg Maus - Konzert der Musikakademie St. Goar - St. Goarshausen
    • Koblenz International Guitar Festival & Academy - Koblenz
    • Koblenzer Gartenkultur - Koblenz
    • Mittelrhein Musik Festival - Koblenz
    • Monat des Lahnsteiner Bieres im "Fiduzit" - Lahnstein
    • NaturErbe-Wanderung mit Weinpräsentation - Bornich
    • Stadtführung - Braubach
  • 15.05.2016

Quelle: Romantischer Rhein

Mittwoch, 4. Mai 2016

Geplante Mittelrheinbrücke beeinträchtigt Tourismus, Radfahrer/ innen und Fußgänger/innen - sofortige Verbesserungen gefordert

Pressemitteilung

Wenn die Brücke zwischen Wellmich und Fellen gebaut werden sollte, führt das mittelfristig zum Ende der meisten Fährverbindungen am Mittelrhein sowie zu Verschlechterungen für Fuß-, Rad, Bus- und Bahnverkehr. Davor warnen mehrere Verbände, die sich für eine nachhaltige Entwicklung des Verkehrs einsetzen und unterstreichen damit die Forderungen der BI Rheinpassagen.

Koblenz, 19. April 2016. Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC), Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.), Pro Bahn und Verkehrsclub Deutschland (VCD) verweisen auf etliche Nachteile und bringen diese in die Diskussion um die in den Koalitionsverhandlungen thematisierte Aufnahme der Planungen ein: "Wo es heute noch an mehreren Stellen zwischen Koblenz und Mainz/Wiesbaden die Möglichkeit gibt, den Rhein zu queren, würden bald nur noch wenige und dann im Sommer verbleiben, denn die meisten Fähren verlieren ihre Wirtschaftlichkeit, wenn der Autoverkehr die "kostenlose" Brücke nutzen kann.“

Aber Menschen, die zu Fuß gehen oder Rad fahren, können nicht "mal eben" einen weiten Umweg über die Brücke zurückzulegen. Daher führe das zu erwartende Bauwerk zu Beeinträchtigungen sowohl für den wirtschaftlich wichtigen Wander- und Fahrradtourismus als auch für die vielen Einheimischen, die nicht mit dem Auto unterwegs sind, vor allem Kinder, Jugendliche und betagte Menschen.

Etliche Fremdenverkehrsorte würden bisherige Gästeströme verlieren, weil der Rhein auf weiten Strecken nicht mehr überquerbar wäre. Auch viele Bus-, Bahn- und Schiffsfahrgäste, die den Rhein queren wollen, würden an den meisten Stellen dieser Möglichkeit beraubt.

„Die Brücke verbessert nicht die Mobilität, sondern sie verschlechtert sie massiv. Besonders würde die umweltfreundliche Mobilität eingeschränkt. Falls einzelne Fähren verbleiben könnten, werden sie seltener als heute und in den Betriebszeiten verkürzt fahren. Sehr kritische Einschnitte drohen“, erklären die Verkehrsfachleute.

Gleichzeitig würde der Pkw- und Lkw-Verkehr auf den ohnehin stark befahrenen Rheinstrecken nochmals massiv zunehmen. Auch für Autos ergeben sich vielerorts Verschlechterungen, sobald mehrere dezentrale Flussquerungen entfallen. Denn dadurch werden oft (mehrfache) Umwegfahrten, nötig. Das alles bedeute neben Zeitaufwand mehr Klimaschädigung, mehr Luftverschmutzung, mehr Lärm und Unfallrisiko. Zu all diesen negativen Folgen kommt noch der Nachteil hinzu, dass das für Planung, Bau und Unterhaltung der Brücke ausgegebene Geld nicht mehr für dringend notwendige Maßnahmen zur Verfügung steht: für Busse und Bahnen, sowie Rad- und Fußverkehr oder die Sanierung bestehender Straßen.

Daher appellieren ADFC, FUSS e.V., Pro Bahn und VCD gemeinsam an die Landtagsparteien in Rheinland-Pfalz, die Brückenbaupläne nicht weiter zu verfolgen. Stattdessen sollten schnellstmöglich die aktuellen Querungsmöglichkeiten verbessert werden: Bereitstellung mindestens einer 24h-Fähre und Vergünstigungen für Dauernutzer / Bevölkerung.

Rückfragen und Interview-Wünsche

Montag, 2. Mai 2016

Petition 64885 Lärmschutz an Schienenwegen - Änderung des Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans 2030 (bzgl. Projekt "Korridor Mittelrhein") vom 01.04.2016

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 dahingehend zu ändern, dass das Projekt "Korridor Mittelrhein" für eine Alternativtrasse zum Mittelrheintal für den Bahngüterverkehr in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird.

Begründung

Die Veröffentlichung des Entwurfs des neuen BVWP durch BM Alexander Dobrindt (CSU) ist für den gesamten Mittelrheinkorridor von Troisdorf bis Mainz-Bischofsheim ein Schlag ins Gesicht der dort lebenden Bürger. Obwohl die RLP-Landesregierung eine Alternativtrasse zum Mittelrheintal für den Güterverkehr angemeldet hat (eine Priorisierung sämtlicher durch das Land angemeldeter Projekte war durch das Bundesministerium ausdrücklich nicht erwünscht), wurde sie von ihm nicht in den vordringlichen Bedarf aufgenommen, sondern lediglich als Vorhaben des potentiellen Bedarfs eingestuft.

Die hiesigen Menschen lehnen den vorgelegten Entwurf ab und fordern die Aufnahme der Alternativtrasse zum Mittelrheintal in den vordringlichen Bedarf des neuen BVWP. Verkehrswege sind wichtig und eine gute Infrastruktur ist eine Grundvoraussetzung für gutes Leben und die notwendige wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land. Im betroffenen Bereich des Rheintals, für den eine Alternativtrasse der Bahn dringend notwendig ist, wohnen mehrere hunderttausend Menschen. Betroffen sind Teile der Länder NRW, RLP und HE. Die tangierte Region ist größtenteils strukturschwach. Vielerorts ist der einzige Wirtschaftsfaktor der Tourismus. Gerade weil der größte Abschnitt des in Rede stehenden Bereiches zu einer der bedeutendsten Landschaften Deutschlands zählt, wurde es vor mehr als 10 Jahren als UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal anerkannt. Die Anerkennung als Welterbe hat darüber hinaus die weltweite Bedeutung dieser Kulturlandschaft herausgestellt und unterstrichen. Diese gilt es zu schützen und zu bewahren.

Der unerträgliche Bahnlärm im Rheintal bremst jedoch die touristische und wirtschaftliche Entwicklung und beschränkt darüber hinaus massiv die Lebensqualität der dort lebenden Menschen. 600 Züge belasten die Bewohner im Rheintal jeden Tag, die Güterzüge mit bis zu 110 dB. Starke Erschütterungen begleiten diesen Lärm rund um die Uhr, besonders in der Nacht. Dazu kommen noch Umweltgifte aller Art, Gefahrguttransporte mitten durch Wohngebiete verbunden mit erhöhter Unfallgefahr auf dem sehr alten und maroden Bahndamm. Die bisherigen Lärmminderungsprogramme, mehr als Papier ist es nicht, spielen nur auf Zeit, kosten Geld und bringen am Ende nichts oder nur sehr wenig. Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels wird der Güterverkehr auf der bestehenden Bahnstrecke im Mittelrheintal nicht nur noch massiv zunehmen und über die Grenze der Erschöpfung ansteigen, sondern er wird das Aussterben des Mittelrheintals durch Lärm und Verkehr und die damit verbundene Erkrankung oder den Wegzug von Menschen noch enorm beschleunigen. Diese Entwicklung können und werden sich die Menschen im Rheintal nicht gefallen lassen.

Eine partei- und länderübergreifende Gruppe von MdBs hat sich unter anderem mit dem Ziel zur möglichst zeitnahen Realisierung einer Alternativtrasse bereits zusammengeschlossen. Nehmen Sie das berechtigte Anliegen der Menschen und die Anmeldung des Landes endlich ernst!

Quelle: Deutscher Bundestag Petition 64885

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